Übertaktung der MSI RTX 5090 Lightning Z stößt an ihre Grenzen; GPU-Kern reißt durch Überspannung

Übertaktung der MSI RTX 5090 Lightning Z stößt an ihre Grenzen; GPU-Kern reißt durch Überspannung

Bei dem kühnen Versuch, neue Übertaktungsrekorde aufzustellen, machte ein Enthusiast seine MSI RTX 5090 Lightning Z auf tragische Weise unbrauchbar. Hier ist ein detaillierter Bericht darüber, wie dieses ambitionierte Übertaktungsvorhaben zum Untergang der Grafikkarte führte.

MSI RTX 5090 Lightning Z: GPU-Kernausfall durch extremes Übertakten – Rekordwert im Geekbench 5 vor dem Zusammenbruch

Alva Jonathan, ein passionierter Übertakter, dokumentierte seine Erfahrungen in einem YouTube-Video. Er präsentierte die unglaubliche Entwicklung seiner MSI RTX 5090 32G Lightning Z, die als eine der leistungsstärksten Grafikkarten auf dem Markt gilt und speziell für ambitionierte Übertakter und nicht nur für Gelegenheitsspieler entwickelt wurde. Die RTX 5090 Lightning Z bietet bereits ab Werk eine beeindruckende Leistung, die sich durch abenteuerliches Übertakten aber noch deutlich steigern lässt.

Diese Flaggschiff-GPU ist für TDP-Einstellungen (Thermal Design Power) von 800 W bzw.1000 W ausgelegt. Wer jedoch weiter übertakten möchte, findet im 2500-W-XOC-BIOS der GPU eine verlockende Möglichkeit – allerdings mit einem erheblichen Risiko eines Hardwareausfalls. Alva, der unbedingt verschiedene Rekorde brechen wollte, nutzte Flüssigstickstoffkühlung, um die Taktfrequenz seiner GPU zu maximieren, was eine hohe Spannungsversorgung des GPU-Kerns erforderlich machte.

Auf einem Holztisch sind mehrere Grafikkarten der MSI Lightning-Serie ausgestellt, versehen mit Hinweisen wie „SCHLECHTESTE KARTE 2.9“.
Bildnachweis: Alva Jonathan

Mit einer Leistungsaufnahme von knapp 1 kW und einer Spannung von 1, 12 V erreichte Alva eine beeindruckende Taktfrequenz von 3, 42 GHz, die deutlich über dem Standard-Boost-Takt der Referenzversion der GPU liegt. Bemerkenswerterweise blieb die GPU selbst bei dieser maximalen Leistungsaufnahme und Spannung unter 10 °C. Das Erreichen von Taktfrequenzen über 3, 5 GHz erwies sich jedoch als schwierig; Temperaturen über 20 °C konnten nicht aufrechterhalten werden. Er berichtete von Problemen beim Halten hoher Taktfrequenzen bei Temperaturen unter 0 °C.

Das Bild zeigt ein Geekbench5-Ergebnis für 'Lucky_n00b', der mit einer GeForce RTX 5090 683.433 Punkte erzielte und damit weltweit den 1. Platz belegte.
Bildnachweis: Alva Jonathan

Trotz der Rückschläge erreichte Alva beim GPUPI-Benchmark 3, 6 GHz. Seine Spitzenleistung für den höchsten Geekbench 5 Compute-Score von 683.433 Punkten erzielte er bei 3, 5 GHz – ein Rekord, der aktuell auf HWBot verzeichnet ist. Als Alva jedoch versuchte, mit dem 2500W XOC BIOS weitere Rekorde aufzustellen, trat ein alarmierendes Problem auf: Die GPU wurde mit einer extremen Spannung von fast 1, 2 V überlastet. Dies führte leider zu einem Totalausfall des GPU-Kerns und damit zum irreparablen Verlust seiner Investition von 5000 US-Dollar.

Nahaufnahme eines NVIDIA-Chips mit der Aufschrift „UGS700. M3T“ und „GB202-300-A1“, der sichtbare Oberflächenschäden aufweist.
Bildnachweis: Alva Jonathan

Aufgrund dieses ambitionierten Übertaktungsversuchs ist Alvas GPU-Schaden nicht mehr durch die Garantie abgedeckt, da die Nutzung des 2500-Watt-Limits zum Erlöschen der Garantie führt. Dies gibt Anlass zur Sorge für Nutzer, die erwägen, das 2500-Watt-XOC-BIOS auf Nicht-MSI-RTX-5090-Lightning-Z-Modelle zu flashen – eine Vorgehensweise, von der wir aufgrund des hohen Risikos von Hardwareschäden dringend abraten. Standard-RTX-5090-Modelle sind nicht für solch extreme Leistungsanforderungen ausgelegt, die 600 Watt überschreiten können.

Quellen & Bilder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert