TSMC umgeht US-Zölle nach Großinvestitionen in Arizona; Chiphersteller befreit Kunden aus dem Technologiesektor von der Zöllenpflicht.

TSMC umgeht US-Zölle nach Großinvestitionen in Arizona; Chiphersteller befreit Kunden aus dem Technologiesektor von der Zöllenpflicht.

Die Aussicht auf Zölle auf Chipprodukte von TSMC scheint zu schwinden, da die Trump-Administration angesichts der substanziellen Verpflichtungen des taiwanesischen Halbleiterherstellers gegenüber den Vereinigten Staaten eine Ausnahmeregelung in Erwägung zieht.

TSMC ist für Ausnahmen im kommenden Tarifsystem gut aufgestellt, was seinen Kunden zugutekommt.

Für TSMC stellen Halbleiterzölle seit Langem eine erhebliche Herausforderung dar, insbesondere angesichts des Drucks, die US-amerikanischen Produktionsverpflichtungen zu verstärken. Bei potenziellen Zöllen von bis zu 100 % hätten die Auswirkungen auf globale Lieferketten, insbesondere im Bereich der KI-Technologien, die Geschäftstätigkeit von Hyperscalern und Fabless-Kunden gleichermaßen massiv beeinträchtigen können. Jüngsten Berichten der Financial Times zufolge könnte TSMC für eine Ausnahmeregelung in Frage kommen, allerdings wird das Unternehmen nicht selbst entscheiden können, welche Kunden von den Zöllen befreit werden.

Gemäß der Vereinbarung werden taiwanesische Unternehmen, darunter TSMC, die in den USA investieren, im Verhältnis zu ihrer geplanten Produktionskapazität in den USA von den künftigen Zöllen befreit.

Die Finanzzeit

Dieses Ausnahmeregelungssystem priorisiert den Produktionsausbau. Begünstigte Unternehmen können mit einer zollfreien Kapazitätserhöhung ihrer neuen Anlagen um das 2, 5-Fache rechnen. Solche Anreize spiegeln das Bestreben der Regierung wider, leistungsstarke Fertigungsanlagen im ganzen Land zu fördern. Obwohl TSMC möglicherweise bevorzugt, welche seiner Kunden von diesen neuen Zöllen befreit werden, herrscht weiterhin Unklarheit hinsichtlich der Obergrenzen für die zollfreie Chipproduktion oder der Anzahl der befreiten Kunden.

Rapidus, ein Halbleiterwerk in Japan, strebt inmitten der Konkurrenz von TSMC und Samsung die Massenproduktion von 2-nm-Chips bis 2027 an.
Bildnachweis: TSMC

Die Anerkennung der zentralen Rolle von TSMC in der Halbleiterindustrie durch die Trump-Regierung ebnet den Weg für umfangreiche Anreize wie Steuerbefreiungen. Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass Taiwan eine Verlagerung von 40 % der Chipfertigung in die USA aufgrund komplexer Lieferketten und der Einhaltung der N-2-Politik als „schlichtweg unmöglich“ bezeichnet hat. Dennoch hat TSMC sein Engagement in den USA in den letzten Monaten deutlich verstärkt, unter anderem durch Fortschritte in der Chipherstellung, modernste Verpackungstechnologien und die Einrichtung eines eigenen Forschungs- und Entwicklungszentrums.

Es bleibt zwar unklar, ob auch andere taiwanesische Unternehmen der Lieferkette, wie Foxconn und Quanta, von dieser Zollbefreiung profitieren werden, doch Berichten zufolge dürfte der Schwerpunkt der Zölle auf Fertigprodukten liegen, die aus den USA nach China geliefert werden.

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