Der anhaltende DRAM-Mangel, der ursprünglich vor allem Smartphones und PCs betreffen sollte, hat sich nun auch auf Netzwerkgeräte wie Router ausgeweitet. Jüngste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Hersteller von Netzwerkgeräten, denen eine zuverlässige Lieferkette oder ausreichende Verhandlungsmacht fehlt, vor erheblichen Herausforderungen stehen. Angetrieben durch die stark steigende Nachfrage nach Speicher im Bereich KI-Server sind die Preise für DRAM und NAND-Flash um über 600 % gestiegen. Wenn Sie also über eine Aufrüstung Ihres Heim- oder Büronetzwerks nachdenken, sollten Sie jetzt handeln.
Die DRAM-Kosten in Routern der unteren und mittleren Preisklasse sind sprunghaft angestiegen.
Einer aktuellen Analyse von Counterpoint Research zufolge hat sich die Zusammensetzung der Stückliste (BOM) von Routern der unteren und mittleren Preisklasse drastisch verändert. Aktuell entfallen rund 20 % der Stücklistenkosten dieser Router auf DRAM – ein deutlicher Anstieg gegenüber nur 3 % vor einem Jahr. Die Studie hebt hervor, dass sich der Preis für Smartphone-DRAM zwar verdreifacht hat, der in Breitbandprodukten verwendete Speicher jedoch einen alarmierenden Anstieg um fast das Siebenfache verzeichnete.
Diese Preisunterschiede lassen sich auf die geringeren Absatzmengen von Routern im Vergleich zu Smartphones sowie auf die schwächere Lieferkettenposition einiger Routerhersteller zurückführen. Dadurch sind diese Unternehmen gezwungen, höhere Kosten für die Beschaffung der benötigten Speicherkomponenten aufzubringen.
Während die Schwierigkeiten der PC- und Einsteiger-Smartphone-Branche im Bereich des mobilen Speichers mittlerweile bekannt sind, sind andere Konsumprodukte wie Router, Gateways und Set-Top-Boxen – den monatlichen Trends seit dem letzten Jahr zufolge – am stärksten betroffen. In den letzten neun Monaten haben sich die Preise für Smartphone-Speicher verdreifacht, die Preise für Breitbandprodukte mit herkömmlichem Speicher jedoch fast versiebenfacht.
Router sind am stärksten betroffen, insbesondere OEMs mit unsicherer Lieferkette und schwächerer Verhandlungsposition. Laut dem Teardown- und Stücklistenanalyse-Service von Counterpoint macht der Arbeitsspeicher mittlerweile über 20 % der gesamten Stückliste (BOM) von Routern im unteren und mittleren Preissegment aus, verglichen mit rund 3 % vor genau einem Jahr.

Als Marktführer im US-Routermarkt hat TP-Link noch nicht bekannt gegeben, ob Preiserhöhungen für Verbraucher anstehen. Counterpoint Research betont jedoch, dass Telekommunikationsunternehmen diese Trends genau beobachten sollten, um gegebenenfalls Preisanpassungen vorzunehmen.
Weiterführende Informationen finden Sie bei Counterpoint Research.
Quelle & Bilder: Wccftech
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