Ein träger Mac, bei dem der Prozess „Accountsd“ die CPU-Auslastung massiv erhöht – manchmal sogar auf 400–500 % –, kann extrem frustrierend sein. Bei manchen Systemen half ein Neustart, aber im Grunde ist es ein Kampf gegen Windmühlen, da das Problem nach einiger Zeit wieder auftritt. Accountsd ist Teil der macOS-Verwaltung für die Anmeldungen von Benutzerkonten wie iCloud, Gmail, Kontakte usw. Wenn der Prozess überlastet ist und alle Ressourcen verbraucht, verlangsamt sich alles: Die Lüfter drehen hoch, der Akku entlädt sich schneller und Apps können einfrieren oder ruckeln. Dieses Problem tritt häufig nach Systemupdates auf, insbesondere nach Catalina (10.15), kann aber auch Nutzer älterer Versionen stören. Die gute Nachricht: Es gibt einige Lösungsansätze, um die Belastung zu reduzieren.
So beheben Sie, dass Accountsd in macOS die CPU übermäßig beansprucht.
Lösung 1: Fügen Sie Ihre E-Mail- und iCloud-Konten erneut hinzu.
Die häufigste Ursache scheinen endlose Synchronisierungsschleifen zu sein, insbesondere wenn iCloud- oder E-Mail-Konten hängen bleiben oder ständig versuchen, sich zu synchronisieren – man kann sich das wie einen Stau in der Kontendatenbank vorstellen. Durch das erneute Hinzufügen dieser Konten wird die Verknüpfung aktualisiert und die Endlosschleife hoffentlich beendet. Es ist erstaunlich, wie viel dieser einfache Schritt bewirken kann; auf einem Mac hat er die CPU-Auslastung sogar sofort reduziert. Es funktioniert möglicherweise nicht immer, ist aber ein guter Anfang.
- Klicken Sie auf das Apple-Menü und wählen Sie „Systemeinstellungen“.
- Gehen Sie zu Internetkonten
- Wählen Sie im linken Bereich jedes Konto (z. B.Gmail oder iCloud) aus.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche “ – „, um das Konto zu entfernen.
- Bestätigen Sie die Deinstallation und starten Sie Ihren Mac anschließend neu.
- Nach dem Neustart gehen Sie zurück zu den Internetkonten und fügen die Konten wieder hinzu.
Dadurch wird die Verbindung zurückgesetzt und Accountsd kann häufig nicht mehr in einer Endlosschleife hängen bleiben. Falls einige Accounts nicht sofort synchronisiert werden oder zeitweise gar nicht angezeigt werden, sollten Sie deren Einstellungen überprüfen oder sie erneut hinzufügen. Auf manchen Rechnern waren ein oder zwei Neustarts nötig, damit die Änderung wirksam wurde – typisch Macs, die es einem unnötig schwer machen.
Lösung 2: Deaktivieren Sie die automatische Erkennung der Kontoeinstellungen in Mail.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Mail-App anzuweisen, weniger zu skalieren und nicht ständig Einstellungen abzurufen. Bei manchen Nutzern verursachte die automatische Einstellungserkennung diese CPU-Spitzen. Sie ist zwar etwas fehleranfällig, aber das Deaktivieren der automatischen Erkennung kann die ständigen Synchronisierungsversuche reduzieren.
- Post öffnen
- Klicken Sie in der Menüleiste auf „E-Mail“ > „Einstellungen“.
- Navigieren Sie zur Registerkarte „Konten“.
- Wählen Sie Ihr Konto aus und klicken Sie dann auf „Erweitert“.
- Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen „ Kontoeinstellungen automatisch erkennen und verwalten“.
- Schließen Sie das Einstellungsfenster und prüfen Sie, ob sich die CPU-Auslastung verringert.
Möglicherweise müssen Sie Mail oder Ihren Mac neu starten, aber dadurch werden die automatischen Hintergrundsynchronisierungen deaktiviert, die außer Kontrolle geraten können.
Lösung 3: Aktualisieren Sie auf das neueste macOS Catalina (10.15.7) Combo-Update.
Wenn Sie noch eine ältere Version von Catalina oder eine ältere Version verwenden, lohnt es sich, die offizielle Apple-Supportseite aufzurufen und das neueste Update herunterzuladen. Manchmal beheben diese Updates Fehler oder Ressourcenfresser – wie beispielsweise Accountsd –, die in früheren Patches nicht aufgefallen sind. Insbesondere wenn das Problem nach einem Update aufgetreten ist, ist es ratsam, alles auf dem neuesten Stand zu halten. Manchmal hat Apple einfach nur einen Fix veröffentlicht, der den Prozess wieder reibungsloser gestaltet.
Lösung 4: Melden Sie sich von Ihrer Apple-ID ab und wieder an.
Manche Nutzer schwören darauf – sich von iCloud abzumelden und dann wieder anzumelden. Das klingt zwar etwas drastisch, kann aber die Kontoverknüpfungen zurücksetzen und die Ursache der endlosen Synchronisierungsschleife beheben.
- Systemeinstellungen öffnen
- Klicken Sie oben auf Ihre Apple-ID.
- Klicken Sie auf „Übersicht“ und dann auf „Abmelden“.
- Starten Sie Ihren Mac neu und melden Sie sich anschließend wieder bei Ihrer Apple-ID an.
Diese Aktualisierung verhindert manchmal, dass Accountsd überlastet wird. Beachten Sie jedoch, dass das Abmelden bestimmte Funktionen oder iCloud-Synchronisierungen vorübergehend deaktivieren kann. Stellen Sie daher sicher, dass wichtige Daten gesichert sind.
Lösung 5: Mail im Offline-Modus beenden oder problematische Konten deaktivieren
Verschlimmert sich das Problem, wenn Ihr Mac offline ist, sollten Sie Mail beenden oder E-Mail-Konten vorübergehend deaktivieren. Dadurch wird verhindert, dass Accountsd versucht zu synchronisieren und dadurch Fehler verursacht. Für eine schnellere Lösung deaktivieren Sie das problematische Konto in den Systemeinstellungen unter „ Internetaccounts“. So können Sie den Übeltäter isolieren, ohne alles löschen zu müssen.
Lösung 6: Verschieben Sie Accounts4.sqlite, um Synchronisierungsprobleme zu beheben.
Diese kleine Datei im Ordner „/Users/[Benutzername]/Library/Accounts/“ scheint manchmal die Ursache für Probleme zu sein. Durch vorübergehendes Verschieben wird macOS gezwungen, sie neu zu erstellen, wodurch Beschädigungen oder Endlosschleifen behoben werden können. Beachten Sie jedoch, dass nach dem Verschieben der Datei einige iCloud-Anmeldeinformationen verloren gehen können, bis die Datei wiederhergestellt ist.
- Navigieren Sie zu /Users/[Benutzername]/Library/Accounts/
- Suchen Sie Accounts4.sqlite
- Ziehen Sie es in einen anderen Ordner, z. B.auf Ihren Desktop.
- Starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob sich die CPU-Auslastung verbessert.
- Um die Datei wiederherzustellen, kopieren Sie sie zurück an ihren ursprünglichen Speicherort und melden Sie sich erneut bei iCloud an.
Profi-Tipp: Vorsicht! Wenn etwas schiefgeht, müssen Sie sich möglicherweise erneut bei iCloud anmelden und einige Einstellungen zurücksetzen. Bei manchen Konfigurationen ist es aber eine schnelle Lösung, die viel Ärger erspart.
Lösung 7: Lokale E-Mail- und Schlüsselbund-Caches entfernen
Dies ist ein aggressiverer Ansatz und beinhaltet das Löschen lokaler Ordner, die möglicherweise beschädigt oder nicht mehr funktionsfähig sind. Stellen Sie zunächst sicher, dass Sie den Ordner „Library“ anzeigen:
- Finder öffnen
- Klicken Sie auf Ansicht > Ansichtsoptionen anzeigen.
- Aktivieren Sie die Option „Bibliotheksordner anzeigen“.
Sichern Sie als Nächstes Ihre Passwörter aus dem Schlüsselbund:
- Gehe zu „Gehe zu“ > Gehe zu Ordner
- Tippen Sie
~/Libraryund klicken Sie auf „Los“. - Suchen Sie den Ordner „Keychains“ (blauer Ordner) und kopieren Sie die entsprechenden .keychain-db- Dateien an einen sicheren Ort.
Löschen Sie anschließend die folgenden Ordner, um die Caches zurückzusetzen:
- /Users/[Benutzername]/Library/Mail
- /Users/[Benutzername]/Library/containers/com.apple.mail
- /Users/[Benutzername]/Library/Keychains (blauer Ordner)
Deaktivieren Sie abschließend die iCloud- und E-Mail-Synchronisierung, starten Sie das Gerät neu und aktivieren Sie die Konten anschließend wieder. Halten Sie sich bereit, Passwörter erneut einzugeben und Daten erneut zu synchronisieren.
Ehrlich gesagt ist dieser letzte Schritt etwas radikal, aber er kann hartnäckige Probleme beheben, wenn andere Lösungsansätze nicht funktionieren. Beachten Sie jedoch, dass im Anschluss Datensicherungen und eine Neuinstallation erforderlich sind.