Wie man mit hoher CPU-Auslastung umgeht, die durch wsappx und den AppX-Bereitstellungsdienst verursacht wird
Sie haben kürzlich Windows aktualisiert und plötzlich dreht Ihr CPU-Lüfter auf Hochtouren oder Ihr PC ist viel langsamer als sonst? Das liegt wahrscheinlich daran, dass wsappx (einschließlich AppX Deployment Service, AppXSVC) die gesamte CPU-Leistung beansprucht. Das ist seltsam, denn dieser Prozess ist Teil von Windows und kümmert sich um Installationen, Updates und Deinstallationen von Store-Apps. Bei manchen Systemen spinnt er jedoch und verbraucht unnötig viel Strom. Das Problem? Windows zeigt nicht immer deutlich an, ob der Prozess normal läuft oder in einer Endlosschleife festhängt. Manchmal aktualisiert er einfach nur im Hintergrund, manchmal handelt es sich aber auch um Schadsoftware, die sich als legitimer Dienst tarnt. Bevor Sie etwas ändern, stellen Sie sicher, dass es sich nicht um Kryptojacking oder getarnte Schadsoftware handelt. Führen Sie einen schnellen Scan mit einer guten Anti-Malware-App durch – sicher ist sicher. Diese Schritte können helfen, die CPU-Auslastung zu reduzieren, ohne Ihr System zu beschädigen. Und vorab sei gesagt: Manche Lösungen sind nicht ganz einfach, besonders wenn man sich mit den Windows-Interna nicht auskennt. Diese Methoden haben aber schon vielen geholfen, wsappx zu beruhigen oder zumindest etwas Spielraum zu schaffen.
So beheben Sie eine hohe CPU-Auslastung durch wsappx oder AppXSVC unter Windows
Lösung 1: Aktualisieren Sie Windows auf die neueste Version
Das sollte man als Erstes überprüfen. Veraltete Windows-Versionen können seltsame Fehler verursachen, darunter eine hohe CPU-Auslastung durch Prozesse wie wsappx. Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Durch regelmäßige Updates lassen sich diese Probleme oft beheben.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie Einstellungen.
- Navigieren Sie zu „Update und Sicherheit“.
- Klicken Sie auf „ Nach Updates suchen“ und lassen Sie Windows die benötigten Updates herunterladen.
- Sobald die Updates verfügbar sind, starten Sie Ihren PC neu, um sie anzuwenden.
Bei manchen Rechnern reichte das schon aus, um die CPU-Auslastung zu stabilisieren. Bei anderen nicht – wenn das also nicht half, versuchen Sie es weiter.
Lösung 2: Gruppenrichtlinie anpassen, um automatische Updates von Store-Apps zu verhindern
Das Deaktivieren automatischer Updates für Store-Apps kann die Hintergrundaktivität im Zusammenhang mit wsappx reduzieren. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, vorübergehend einige App-Updates zu verhindern, könnte dies helfen.
- DrückenWindows key + R
- Geben Sie den Text ein
gpedit.mscund drücken Sie die Eingabetaste. - Navigieren Sie zu Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Store
- Doppelklicken Sie auf „Store-Anwendung deaktivieren“.
- Stellen Sie die Option auf „Aktiviert“ und klicken Sie auf OK.
Wenn Sie später Updates erhalten möchten, stellen Sie diese Einstellung einfach wieder auf „Deaktiviert“. Beachten Sie, dass dies keine dauerhafte Lösung ist; es werden lediglich einige Hintergrundprozesse gestoppt.
Lösung 3: Automatische App-Updates im Microsoft Store deaktivieren
Auch die direkte Steuerung von Updates kann helfen. Wenn Store-Apps nicht automatisch aktualisiert werden, ist wsappx nicht so leistungsstark.
- Öffnen Sie die Microsoft Store-App
- Klicken Sie auf die drei Punkte oben rechts und wählen Sie „Einstellungen“.
- Suchen Sie den Schalter mit der Bezeichnung „ Apps automatisch aktualisieren“
- Schalten Sie es aus
Dies ist eine schnelle und einfache Methode, um ständige Aktualisierungen zu verhindern, die die CPU überlasten können.
Lösung 4: Deaktivieren Sie den Superfetch-Dienst (SysMain).
Superfetch (in neueren Windows-Versionen SysMain genannt) versucht, Anwendungen für einen schnelleren Start vorzuladen, kann aber manchmal CPU-Spitzen verursachen, insbesondere wenn es fehlerhaft funktioniert. Das Deaktivieren kann Abhilfe schaffen.
- DrückenWindows key + R
- Geben Sie den Text ein
services.mscund drücken Sie die Eingabetaste. - Scrollen Sie nach unten, um SysMain (Superfetch) zu finden.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Eigenschaften“.
- Starttyp auf Deaktiviert ändern
- Stopp anklicken > OK
Es ist etwas seltsam, aber auf manchen Rechnern führt die Deaktivierung von Superfetch tatsächlich zu einer Verringerung der CPU-Auslastung.
Lösung 5: Deaktivieren Sie den Windows-Suchdienst
Sollte die hohe CPU-Auslastung weiterhin bestehen, könnte die Windows-Suche die Ursache sein. Ein schneller Test lässt sich durch Deaktivieren der Suche durchführen.
- Zurück in der Liste der Dienste (
services.msc), suchen Sie nach Windows Search. - Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Eigenschaften“.
- Starttyp auf „Deaktiviert“ setzen
- Drücken Sie auf Stopp und dann auf OK.
Hinweis: Bei manchen Konfigurationen kann dies die Suche etwas verlangsamen. Wenn die CPU-Auslastung jedoch sinkt, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Windows-Suche die Ursache des Problems war.
Lösung 6: Führen Sie die Problembehandlung für Windows Store-Apps aus.
Manchmal verfügt Windows selbst über Tools, die dazu dienen, diese seltsamen Probleme zu beheben.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche „Start“ und wählen Sie „Einstellungen“.
- Gehen Sie zu „Update und Sicherheit“.
- Klicken Sie auf Problembehandlung
- Unter „Zusätzliche Problembehandlungen“ finden und führen Sie die Windows Store-Apps aus.
- Folgen Sie den Anweisungen und lassen Sie es seinen Lauf nehmen.
Wenn Windows Probleme findet, kann dies möglicherweise zugrunde liegende Anwendungskonflikte beheben, die zu CPU-Spitzen führen.
Lösung 7: Anpassung der Registrierung für das App-Verhalten im Store
Wenn nichts anderes hilft und Sie sich mit der Bearbeitung der Registry auskennen, kann eine Anpassung an dieser Stelle möglicherweise die Hintergrundaktivität reduzieren.
Wichtig: Bevor Sie Änderungen an der Registrierung vornehmen, erstellen Sie zur Sicherheit zuerst eine Sicherungskopie.
- Drücken Sie die Taste Windows key + R, geben Sie etwas ein
regeditund drücken Sie die Eingabetaste. - Stimmen Sie der Benutzerkontensteuerung zu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
- Gehen Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den rechten Bereich und wählen Sie Neu > DWORD-Wert (32-Bit).
- Nennen Sie es RemoveWindowsStore
- Doppelklicken Sie auf den neuen Schlüssel und setzen Sie den Wert auf 1.
- Drücken Sie OK und starten Sie Ihren PC neu.
Dadurch wird verhindert, dass der Store startet oder aktualisiert wird, was die optimale Leistung von wsappx beeinträchtigen kann. Allerdings kann dies auch Funktionen deaktivieren, die Sie möglicherweise benötigen. Gehen Sie daher mit Vorsicht vor.
Im Grunde sind das alle praktischen Tipps, die helfen können, wenn wsappx oder AppXSVC die CPU-Auslastung stark erhöhen. Manchmal reicht schon ein einfaches Update oder das Deaktivieren eines Dienstes. In anderen Fällen sind tiefergehende Eingriffe in die Registry nötig. Beobachten Sie nach jeder Änderung den Task-Manager, um zu sehen, ob sich etwas verbessert.
Zusammenfassung
- Prüfen Sie, ob Windows-Updates verfügbar sind, und installieren Sie diese.
- Deaktivieren Sie die automatischen App-Updates des Stores oder schalten Sie die Store-Richtlinie ab.
- Deaktivieren Sie unnötige Dienste wie Superfetch und Windows Search.
- Führen Sie die Problembehandlung für Windows Store-Apps aus.
- Falls Sie sich damit wohlfühlen, können Sie die Registrierungsschlüssel anpassen, um die Aktivitäten der Store-App einzuschränken.
Zusammenfassung
Eine hohe CPU-Auslastung durch wsappx und AppXSVC ist zwar nicht ungewöhnlich, aber lästig. Meistens liegt es daran, dass Windows im Hintergrund versucht, Store-Apps zu aktualisieren oder zu verwalten. Das Beenden oder Anpassen dieser Prozesse kann Abhilfe schaffen. Wichtig: Änderungen an Diensten oder der Registry können das Verhalten mancher Apps verändern. Gehen Sie daher behutsam vor. Wenn sich die Situation nach ein paar Anpassungen beruhigt, ist das schon mal ein Erfolg. Hoffentlich erspart dies dem einen oder anderen ein paar Stunden Fehlersuche.