So beheben Sie das Problem „Es ist ein Lesefehler aufgetreten. Drücken Sie Strg+Alt+Entf, um neu zu starten“ unter Windows

Nach dem Kauf eines brandneuen PCs ist es überraschend häufig, dass beim Start diese Fehlermeldung erscheint – und ehrlich gesagt ziemlich ärgerlich. Wenn der PC das Windows-Logo anzeigt und dann eine Meldung wie „Es ist ein Lesefehler aufgetreten. Drücken Sie Strg+Alt+Entf, um neu zu starten“ ausgibt, deutet dies in der Regel eher auf ein Hardware- oder BIOS-Problem als auf einen reinen Softwarefehler hin. Ein Neustart hilft manchmal – vielleicht beim ersten Mal –, aber wenn die Meldung weiterhin angezeigt wird, ist klar, dass genauere Untersuchungen nötig sind. Falls Ihr PC nicht startet und bei diesem Lesefehler hängen bleibt, sollten Ihnen diese Methoden helfen, das Problem zu beheben.

Die Ursache liegt meist an den Hardwareverbindungen oder den BIOS-Einstellungen, nicht am Betriebssystem selbst. Bevor Sie Software-Änderungen vornehmen, sollten Sie die Hardware wie RAM-Riegel und SATA-Kabel überprüfen. Manchmal lassen sich Probleme auch durch Zurücksetzen der BIOS-Standardeinstellungen oder durch die automatische Festplattenerkennung beheben, ohne dass eine Neuinstallation oder ein Hardware-Austausch nötig ist. Hier sind einige Tipps zur Fehlerbehebung. Wichtig: Bei manchen Systemen tritt die Lösung nicht sofort ein – ein oder zwei Neustarts können erforderlich sein.

So beheben Sie den Festplattenlesefehler, wenn Ihr PC nicht startet

Option 1. BIOS-Standardeinstellungen laden – Das Zurücksetzen des BIOS auf die Standardeinstellungen scheint der erste Schritt zu sein

Dieser Ansatz ist hilfreich, da fehlerhafte BIOS-Konfigurationen die Laufwerkserkennung oder die Bootreihenfolge beeinträchtigen können. Durch das Zurücksetzen auf die Standardeinstellungen werden häufig Fehlkonfigurationen oder beschädigte Einstellungen behoben, die Startprobleme verursachen. Sie müssen ins BIOS-Setup (manchmal auch UEFI genannt) gelangen. Dies geschieht üblicherweise durch Drücken von F2 oder F8 direkt nach dem Einschalten. Bei manchen Geräten kann es sich um die Tasten Entf oder Esc handeln. Achten Sie daher auf den Startbildschirm.

  1. Schalten Sie den PC vollständig aus. Schalten Sie ihn anschließend wieder ein und drücken Sie schnell hintereinander F2 oder F8 – bei manchen Systemen müssen Sie eventuell auch Entf oder F12 versuchen. Ziel ist es, ins BIOS/UEFI-Menü zu gelangen. Sobald Sie das Logo Ihres Mainboards oder Ihrer Marke sehen, haben Sie es geschafft.
  2. Navigieren Sie mit den Pfeiltasten zum Tab „Beenden“ oder „Speichern & Beenden“. Suchen Sie dort nach Optionen wie „Standardeinstellungen laden“ oder „Optimierte Standardeinstellungen laden“. Wählen Sie diese aus und bestätigen Sie mit der Eingabetaste. Sie werden gefragt, ob Sie die Änderungen speichern möchten – wählen Sie „J“, um zu bestätigen.
  3. Nach dem Speichern wählen Sie „Änderungen speichern abbrechen“ und lassen Sie das System neu starten. Falls das Problem hardwarebedingt ist, kann diese Aktualisierung das Problem möglicherweise beheben. Bei manchen Laptops oder individuell zusammengestellten Systemen ist dies zwar manchmal etwas unwahrscheinlich, aber einen Versuch ist es wert. Sollte der Fehler weiterhin bestehen, fahren Sie mit den nächsten Optionen fort.

Manche empfehlen stattdessen, die benutzerdefinierten BIOS-Standardeinstellungen zu laden oder das BIOS über einen Jumper auf dem Mainboard zurückzusetzen, insbesondere wenn man eine Beschädigung des BIOS vermutet. Für die meisten Benutzer reicht es jedoch aus, einfach die Standardeinstellungen zu laden.

Option 2.Überprüfen Sie, ob das BIOS Ihre Festplatte erkennt – Werden Ihre Laufwerke angezeigt?

Das mag offensichtlich erscheinen, aber es ist entscheidend, zu überprüfen, ob das BIOS Ihr Laufwerk erkennt. Wenn das BIOS das Laufwerk nicht erkennt, wird es auch Windows nicht erkennen, und Sie erhalten die Fehlermeldung „Lesefehler“.Starten Sie dazu Ihren Computer wie oben beschrieben neu und rufen Sie das BIOS auf. Suchen Sie dann in den Menüs „Main“ oder „Boot “ nach einem Eintrag wie „SATA-Konfiguration“, „SSD/HDD-Info“ oder Ähnlichem. Dort sollten die Modellnummer oder die Kapazität Ihres Laufwerks aufgeführt sein.

Wird das Laufwerk im BIOS angezeigt, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass die Hardwareverbindung – zumindest auf BIOS-Ebene – in Ordnung ist. Wird es im BIOS nicht angezeigt, versuchen Sie, den Computer auszuschalten, die SATA- oder NVMe-Verbindung neu zu stecken oder die Kabel zu tauschen, um eine fehlerhafte Verbindung auszuschließen. Prüfen Sie außerdem, ob das Stromkabel des Laufwerks fest sitzt. Bei manchen Geräten kann es helfen, den SATA-Anschluss zu wechseln oder einen anderen Anschluss zu verwenden.

Nachdem Sie überprüft haben, ob das Laufwerk erkannt wurde, speichern Sie die Einstellungen und starten Sie den Computer neu. Manchmal reicht es schon, sicherzustellen, dass das BIOS das Laufwerk erkennt, damit Windows wieder startet. Denn natürlich muss das BIOS das Laufwerk *sehen* können, bevor Windows geladen werden kann.

Option 3. SATA-, IDE-Kabel und RAM-Steckplätze erneut prüfen – Hardware-Grundlagen können manchmal helfen

Wenn das BIOS in Ordnung ist, Windows aber trotzdem nicht auf die Festplatte zugreifen kann, sollten Sie als Nächstes die Hardwareverbindungen überprüfen. Schalten Sie den PC vollständig aus, trennen Sie ihn vom Stromnetz und prüfen Sie sorgfältig die SATA- und Stromkabel. Stecken Sie sie testweise in verschiedene Anschlüsse, um eine fehlerhafte Verbindung auszuschließen. Manchmal sieht ein Kabel zwar in Ordnung aus, ist aber tatsächlich defekt oder nicht richtig eingesteckt. Falls Ihr PC über mehrere SATA-Anschlüsse verfügt, testen Sie das Kabel an einem anderen Anschluss.

Ebenso können RAM-Probleme manchmal Start- oder Festplattenfehler verursachen. Entfernen Sie die RAM-Riegel nacheinander und testen Sie dann den Startvorgang mit jeweils nur einem Riegel in verschiedenen Steckplätzen. Dies kann helfen, festzustellen, ob ein bestimmter Steckplatz oder Riegel defekt ist. Bei manchen Systemen behebt das Umsetzen des RAMs in andere Steckplätze hartnäckige Startprobleme. Fassen Sie den RAM immer nur an den Kanten an und vermeiden Sie statische Aufladung – Sicherheit geht vor.

Es ist wichtig zu wissen, dass auch eine beschädigte Festplatte (HDD oder SSD) diesen Fehler auslösen kann. Wenn das Überprüfen der Kabel und der Hardware nicht hilft, testen Sie Ihr Laufwerk an einem anderen PC oder, falls verfügbar, mit einem Adapter. Tools wie ein bootfähiger USB-Stick mit einem Festplattenprüfprogramm (z. B.CrystalDiskInfo oder Gsmartcontrol) können Aufschluss darüber geben, ob das Laufwerk selbst defekt ist. Zugegeben, dieser letzte Schritt ist mühsam, aber manchmal die einzige Möglichkeit, um festzustellen, ob Ihr Laufwerk endgültig kaputt ist.

Und da es im Internet leider auch viele Betrüger gibt, seien Sie vorsichtig bei gefälschten technischen Supportangeboten, insbesondere wenn Ihnen unnötige Reparaturen verkauft werden sollen.Überprüfen Sie Ihre Hardware und Verbindungen immer selbst, bevor Sie den Kundendienst anrufen.

Zusammenfassung

  • Setzen Sie das BIOS auf die Standardeinstellungen zurück – manchmal kommt Windows einfach nicht mit fehlerhaften BIOS-Einstellungen zurecht.
  • Prüfen Sie, ob das BIOS Ihr Laufwerk erkennt – keine Anzeige, keine Last.
  • Setzen Sie die SATA- und Stromkabel erneut ein und testen Sie die RAM-Steckplätze – Hardware kann tückisch sein.
  • Führen Sie nach Möglichkeit eine Überprüfung des Laufwerkszustands durch – die Festplatte könnte tatsächlich defekt sein.
  • Seien Sie vorsichtig vor Betrug; überprüfen Sie die Hardware-Schritte selbst.

Zusammenfassung

Meistens lässt sich das System durch Zurücksetzen des BIOS, Überprüfen der Laufwerkserkennung und der Hardwareverbindungen wieder zum Laufen bringen, ohne dass das Laufwerk ausgebaut oder Windows neu installiert werden muss. Es ist zwar ärgerlich, dass Hardware solche Fehler verursachen kann, selbst wenn sie scheinbar in Ordnung ist, aber Geduld und sorgfältige Fehlersuche zahlen sich in der Regel aus. Hoffentlich erspart dies jemandem stundenlanges mühsames Herumprobieren.