So beheben Sie das Einfrieren des Windows Explorers beim Erstellen eines neuen Ordners
Wenn Sie jemals versucht haben, im Windows Explorer einen neuen Ordner zu erstellen und das Fenster dabei komplett eingefroren ist, wissen Sie, wie ärgerlich das sein kann. Es scheint eine so einfache Aufgabe zu sein, aber aus irgendeinem Grund scheint Windows manchmal damit nicht zurechtzukommen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: beschädigte Systemdateien, veraltete Treiber, fehlerhafte Registry-Einstellungen oder sogar Konflikte mit Drittanbieter-Apps. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Lösungsansätze – manchmal ist eine Kombination verschiedener Maßnahmen nötig. Sollte dieser Fehler also immer wieder auftreten, können Sie Folgendes versuchen. Hoffentlich behebt eine dieser Methoden das Problem und Sie können wieder problemlos Ordner erstellen. Es erfordert etwas Ausprobieren, aber geben Sie nicht auf – die meisten Lösungen sind unkompliziert und haben bereits bei anderen Nutzern funktioniert.
So beheben Sie das Einfrieren des Windows Explorers beim Erstellen eines neuen Ordners
Lösung 1: Windows Explorer neu starten
Dies ist die klassische Lösung. Manchmal braucht der Windows Explorer einfach einen Neustart, weil er sich in einem fehlerhaften Zustand befindet. Wenn der Explorer hängt, liegt das oft daran, dass er in einem Hintergrundprozess festhängt. Ein Neustart behebt das Problem. Warum es hilft: Der Dateiverwaltungsprozess wird aktualisiert, ohne dass ein kompletter Neustart erforderlich ist. Wann es zutrifft: Der Explorer reagiert nicht mehr, wenn Sie versuchen, einen neuen Ordner zu erstellen oder Dateien zu verschieben. Was Sie erwarten können: Der Explorer wird neu gestartet (Desktop und Taskleiste flackern möglicherweise kurz), und hoffentlich ist das Problem behoben. So geht’s: – Drücken Sie die Windows-Taste + X und wählen Sie Task-Manager.- Scrollen Sie nach unten, bis Sie Windows Explorer oder einfach Explorer.exe finden.- Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie dann Task beenden.- Bestätigen Sie die Warnung.- Sobald der Prozess beendet ist, klicken Sie im Task-Manager auf Datei > Neuen Task ausführen.- Geben Sie den Befehl ein explorer.exeund klicken Sie auf OK.- Ihr Desktop sollte wieder normal funktionieren – prüfen Sie, ob Sie jetzt wieder normal Ordner erstellen können. Tipp: Bei manchen Systemen funktioniert der Neustart des Explorers nicht beim ersten Mal. Falls es immer noch eingefroren ist, führen Sie anschließend einen kurzen Neustart durch.
Lösung 2: Beschädigte Systemdateien reparieren
Beschädigte Systemdateien sind hier eine häufige Ursache. Sind die Kerndateien von Windows beschädigt, kann der Explorer insbesondere bei einfachen Aufgaben Probleme bereiten. Die Ausführung des integrierten Systemdatei-Überprüfungsprogramms (SFC) und der DISM-Tools kann dies beheben. Nutzen: Es stellt sicher, dass die Windows-Systemdateien intakt sind und keine unerwarteten Abstürze verursachen. Anwendungsfall: Wenn das Einfrieren des Ordners mit Systeminstabilität oder nach einem fehlgeschlagenen Update zusammenfällt. Erwartetes Ergebnis: Nach einem kurzen Scan werden beschädigte Dateien im Hintergrund repariert, und der Explorer funktioniert möglicherweise wieder besser.Öffnen Sie zunächst die Eingabeaufforderung als Administrator: – Suchen Sie nach „Eingabeaufforderung“, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“.- Geben Sie den Befehl ein sfc /scannowund drücken Sie die Eingabetaste.- Warten Sie, bis der Scan abgeschlossen ist – dies kann einige Minuten dauern.- Wenn Fehler gefunden und behoben wurden, starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob das Problem weiterhin besteht. Wenn die Fehler nicht behoben werden können, versuchen Sie es mit DISM: – Führen Sie im selben Eingabeaufforderungsfenster die folgenden Befehle nacheinander aus:
DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealthDISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealthDISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
Jeder Befehl kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Starten Sie nach Abschluss aller Befehle den Explorer neu und testen Sie ihn. Hinweis: Auf manchen Rechnern macht die richtige Reihenfolge von SFC und DISM einen großen Unterschied – Windows muss nämlich sicherstellen, dass keine schwerwiegenden Systemfehler vorliegen.
Lösung 3: Holen Sie sich die neuesten Windows-Updates
Ältere Windows-Versionen weisen häufig Fehler auf, die durch Updates behoben werden. Durch ein aktuelles Windows-Update lassen sich bekannte Explorer-Fehler, die zu Abstürzen führen, beheben. Nutzen: Sie erhalten die neuesten Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen. Wann ist das sinnvoll: Nach einem größeren Windows-Update oder wenn Ihr System längere Zeit nicht aktualisiert wurde. Erwartete Ergebnisse: Mehr Stabilität und hoffentlich weniger Explorer-Abstürze. Vorgehensweise: – Drücken Sie die Windows-Taste + R. – Geben Sie ms-settings:windowsupdate ein und drücken Sie die Eingabetaste.– Klicken Sie auf „Nach Updates suchen “.– Falls Updates gefunden werden, laden Sie diese herunter und installieren Sie sie.– Starten Sie Ihren PC neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Falls keine Updates gefunden werden und weiterhin Abstürze auftreten, aktualisieren Sie Ihre Treiber oder versuchen Sie die unten beschriebenen Lösungsansätze.
Lösung 4: Aktualisieren Sie Ihre Treiber
Veraltete oder beschädigte Gerätetreiber, insbesondere Grafik- oder Chipsatztreiber, können Probleme mit dem Explorer verursachen. Es mag seltsam klingen, ist aber wahr: Wenn Windows nicht korrekt mit Ihrer Hardware kommuniziert, können einige Benutzeroberflächenfunktionen einfrieren. Warum es hilft: Es sorgt für eine reibungslose Hardwarekommunikation und vermeidet Konflikte. Wann es relevant ist: Wenn Sie Grafikfehler oder eine hohe CPU-Auslastung feststellen oder Ihr System kürzlich aktualisiert haben. Was Sie erwarten können: In der Regel eine bessere und stabilere Benutzererfahrung. Sie können dies automatisch mit Tools wie DriverFix oder manuell durchführen: – Öffnen Sie die Einstellungen (Windows-Taste + I).- Gehen Sie zu Update und Sicherheit > Windows Update.- Klicken Sie auf Nach Updates suchen.- Falls optionale Treiberupdates unter Optionale Updates anzeigen angezeigt werden, wählen Sie diese aus und klicken Sie auf Herunterladen und installieren.- Oder öffnen Sie den Geräte-Manager (Rechtsklick auf Start, dann auswählen).- Suchen Sie Ihre Grafikkarte, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihre Grafikkarte und wählen Sie Treiber aktualisieren.- Folgen Sie dem Assistenten oder wählen Sie Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen, falls Sie ein Treiberpaket heruntergeladen haben. Hinweis: Manchmal stellt Windows nicht sofort die neuesten Treiber bereit, insbesondere für spezielle Hardware.
Lösung 5: Optimieren Sie die Registrierungseinstellungen
Seltsam, aber bestimmte Registry-Einstellungen im Zusammenhang mit Ordneransichten oder dem Verhalten der Shell können dazu führen, dass der Explorer beim Erstellen neuer Ordner hängt. Das Bearbeiten dieser Einstellungen kann Abhilfe schaffen. Warum es hilft: Es behebt tiefsitzende Registry-Probleme, die die Ordnererstellung beeinträchtigen. Wann es anwendbar ist: Nachdem Sie erfolglose Standardlösungen ausprobiert haben, insbesondere wenn Sie mit der Bearbeitung der Registry vertraut sind. Warnung: Sichern Sie Ihre Registry, bevor Sie Änderungen vornehmen. So geht’s: – Drücken Sie die Windows-Taste + R, geben Sie regedit ein und klicken Sie auf OK.- Navigieren Sie zu: HKEY_CLASSES_ROOT > CLSID > {8E74D236-7F35-4720-B138-1FED0B85EA75} – Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Schlüssel ShellFolder und wählen Sie Berechtigungen.- Klicken Sie im neuen Fenster auf Erweitert.- Ändern Sie den Besitzer in Ihren Benutzernamen (geben Sie Ihren Benutzernamen ein, klicken Sie auf Namen überprüfen und dann auf OK ).- Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Besitzer für Untercontainer und Objekte ersetzen.- Gewähren Sie sich anschließend unter Berechtigungen Vollzugriff. Suchen Sie als Nächstes den DWORD-Wert „ Attributes “ (im selben Schlüssel).Doppelklicken Sie darauf und setzen Sie den Wert auf 0. Starten Sie Ihren PC neu und prüfen Sie, ob das Problem behoben ist. Diese Anleitung ist etwas fortgeschritten. Wenn sie Ihnen zu kompliziert erscheint, überspringen Sie sie oder wenden Sie sich an einen Experten.
Lösung 6: Shell-Erweiterungen von Drittanbietern deaktivieren
Programme von Drittanbietern fügen manchmal Shell-Erweiterungen hinzu, die den Explorer beeinträchtigen können. Das Deaktivieren dieser Erweiterungen behebt oft das Problem. Warum es hilft: Es entfernt Drittanbieter-Add-ons, die möglicherweise Konflikte verursachen. Wann es sinnvoll ist: Nach der Installation neuer Software oder wenn andere Lösungsansätze nicht geholfen haben. Was Sie erwarten können: Weniger Abstürze oder Hänger im Explorer. So deaktivieren Sie die Erweiterungen: – Öffnen Sie den Registrierungs-Editor.- Navigieren Sie zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Shell Extensions.- Suchen Sie nach verdächtigen oder unbekannten Einträgen, insbesondere unter „Approved“.- Suchen Sie den Schlüssel {289AF617-1CC3-42A6-926C-E6A863F0E3BA}.- Doppelklicken Sie darauf und ändern Sie den Wert auf 0. – Starten Sie den Computer neu oder melden Sie sich ab und wieder an. Manchmal ist die Verwendung eines speziellen Shell-Erweiterungs-Managers einfacher, aber auch die Bearbeitung der Registrierung funktioniert.
Lösung 7: Hintergrundbild-Diashow deaktivieren
Ob Sie es glauben oder nicht: Aufwendige Hintergrundbilder können zu Verlangsamungen oder Abstürzen führen, wenn Ihr System mit Hintergrundprozessen überlastet ist. Warum es hilft: Es vereinfacht die Systemlast und beseitigt potenzielle Störungen. Wann es relevant ist: Wenn der Explorer während der normalen Nutzung oder nach dem Ändern des Designs einfriert. Schritte: – Drücken Sie die Windows-Taste + I für die Einstellungen.– Navigieren Sie zu Personalisierung.– Klicken Sie auf Hintergrund.– Ändern Sie den Hintergrundtyp von Diashow zu einem statischen Bild. Dadurch bleibt der Hintergrund schlicht und Abstürze im Zusammenhang mit Hintergrundbildübergängen können vermieden werden.
Lösung 8: Schnellzugriff und Dateivorschau deaktivieren
Schnellzugriff und Vorschaufenster können manchmal dazu führen, dass der Explorer einfriert, insbesondere wenn der Miniaturansichten-Cache oder die zuletzt verwendeten Dateien beschädigt sind. Warum das hilft: Es deaktiviert Funktionen, die den Explorer überlasten könnten. Wann es zutrifft: Wenn die Einfrierungsprobleme nach dem Aktivieren des Schnellzugriffs oder der Miniaturansichten aufgetreten sind. Schritte: – Öffnen Sie die Optionen des Datei-Explorers (suchen Sie im Startmenü danach).- Stellen Sie auf der Registerkarte „Allgemein“ die Option „Dieser PC“ als geöffneten Datei-Explorer ein.- Deaktivieren Sie die Optionen „Zuletzt verwendete Dateien im Schnellzugriff anzeigen“ und „Häufig verwendete Ordner im Schnellzugriff anzeigen“.- Klicken Sie auf „Löschen“, um den Verlauf zu löschen.- Deaktivieren Sie unter „Ansicht“ die Option „Vorschau-Handler im Vorschaufenster anzeigen“.- Klicken Sie auf „Übernehmen “ und dann auf „OK“.- Um das Vorschaufenster vollständig zu deaktivieren, drücken Sie im Datei-Explorer Alt + P. Dadurch wird verhindert, dass der Explorer versucht, Bilder oder zuletzt verwendete Dateien zu laden, was manchmal zum Einfrieren führen kann.
Lösung 9: Erwägen Sie, Windows zurückzusetzen.
Wenn alle anderen Lösungsansätze fehlschlagen und das Problem weiterhin besteht, kann das Zurücksetzen von Windows als letzter Ausweg dienen. Es ist zwar ein drastischer Schritt, da dadurch alles neu installiert werden muss, kann aber zugrundeliegende Systemprobleme beheben. Warum es hilft: Es aktualisiert das gesamte System und entfernt beschädigte Dateien, fehlerhafte Konfigurationen und tiefsitzende Probleme. Wann es angewendet werden sollte: Nur nachdem andere Lösungen ausprobiert wurden und das Problem weiterhin besteht. Schritte: – Öffnen Sie das Startmenü und gehen Sie zu Einstellungen.- Wählen Sie Update und Sicherheit.- Klicken Sie im linken Menü auf Wiederherstellung.- Klicken Sie unter Diesen PC zurücksetzen auf Los geht’s.- Wählen Sie Eigene Dateien behalten, wenn Sie Ihre persönlichen Daten sichern möchten, oder Alles entfernen für eine Neuinstallation.- Folgen Sie den Anweisungen und bestätigen Sie die Abfragen.- Das System wird neu gestartet und der Zurücksetzungsvorgang beginnt. Hinweis: Rechnen Sie mit einer Ausfallzeit und sichern Sie unbedingt wichtige Daten, bevor Sie diesen Schritt durchführen.
Zusammenfassung
- Starten Sie den Windows Explorer neu, um mögliche Probleme zu beheben.
- Führen Sie SFC und DISM aus, um Systemdateibeschädigungen zu beheben.
- Aktualisieren Sie Windows und Gerätetreiber.
- Wer sich traut, kann ruhig mal im Register herumstöbern.
- Deaktivieren Sie Shell-Erweiterungen von Drittanbietern, um Konflikte zu vermeiden.
- Vereinfachen Sie den Hintergrund – schalten Sie die Diashow des Hintergrundbildes aus und deaktivieren Sie die Schnellzugriffsfunktionen.
- Als letzten Ausweg sollten Sie Windows zurücksetzen, um einen Neuanfang zu gewährleisten.
Zusammenfassung
Dass sich der Windows Explorer beim Erstellen eines neuen Ordners aufhängt, ist ein notorisches Ärgernis, lässt sich aber meist recht einfach beheben. Die folgenden Lösungsansätze decken die häufigsten Ursachen ab: Systemfehler, Treiberprobleme, Registry-Besonderheiten oder Konflikte mit anderer Software. In der Regel behebt einer dieser Schritte das Problem. Falls nicht, bleibt ein Systemreset eine Option – vergessen Sie aber nicht, vorher ein Backup zu erstellen. Eingriffe in die Registry oder Systemdateien können riskant sein, gehen Sie daher vorsichtig vor oder holen Sie sich im Zweifelsfall Hilfe. Hoffentlich hilft dies jemandem, sich nicht die Haare raufen zu müssen!