Rapidus, einer der führenden Halbleiterhersteller Japans, hat sich ehrgeizige Ziele für seine 2-nm-Chipproduktion gesetzt und peilt bis 2028 eine beachtliche Produktionskapazität an.
Ambitionierte Produktionsziele von Rapidus für die 2-nm-Technologie: 60.000 WPM bis 2028
Der Halbleitermarkt wird zunehmend wettbewerbsintensiver, angetrieben durch die stark steigende Nachfrage aus Branchen wie der künstlichen Intelligenz. Aktuell gehen die meisten Chip-Aufträge an den Branchenriesen TSMC, doch Unternehmen wie Rapidus wollen sich eine Nische sichern. Jüngsten Berichten zufolge plant Rapidus, seine 2-nm-Fertigungsprozesse auszubauen und bis 2028 die Serienproduktion mit einer Zielkapazität von 25.000 Wafern pro Monat (WPM) aufzunehmen – ein beachtlicher Erfolg in der Branche.
Nach jahrelangen Investitionen in fortschrittliche Halbleitertechnologie hat Rapidus einen wichtigen Meilenstein erreicht: die Verfügbarkeit von Prozessentwicklungskits (PDKs) für seine Kunden noch in diesem Jahr. Dieser strategische Schritt positioniert Rapidus im 2-nm-Bereich und ermöglicht es dem Unternehmen, von der stark steigenden Nachfrage nach Hochleistungschips zu profitieren. Bis 2027 rechnet Rapidus mit einer Produktionskapazität von 6.000 Chips pro Minute (WPM) und hat sich zum Ziel gesetzt, diese im Folgejahr zu vervierfachen.

Details zu Rapidus‘ 2-nm-Fertigungsprozess, bezeichnet als „2HP“, sind noch rar. Frühere Berichte deuten jedoch auf eine Logikdichte von 237, 31 Millionen Transistoren pro Quadratmillimeter hin, vergleichbar mit TSMCs N2-Technologie. Rapidus plant einen speziellen Ansatz für die Einzelwafer-Vorverarbeitung, bei dem die Produktionsprozesse zunächst im kleineren Maßstab optimiert werden, bevor Verbesserungen für größere Chargen eingeführt werden. Die Ambitionen des Unternehmens sind durchaus bemerkenswert, doch es wird entscheidend sein, die Entwicklung der Massenproduktion (HVM) abzuwarten.
Interessanterweise hat auch TSMC seine Expansionspläne intensiviert und kürzlich den Übergang zur 3-nm-Technologie in seinem Werk in Kumamoto mit dem Bau einer zweiten Fabrik angekündigt. Diese Initiative trägt zwar der wachsenden globalen Nachfrage Rechnung, verdeutlicht aber gleichzeitig den Wettbewerbsdruck, dem sich Rapidus bei dem Bestreben, seine eigenen Ambitionen in der 2-nm-Fertigung zu verwirklichen, gegenübersieht.
Schreibe einen Kommentar