NVIDIA-Laptop-Chips kommen im zweiten Quartal 2023 auf den Markt: N1/N1X-SoCs sind bereit, mit der x86-Dominanz zu konkurrieren

NVIDIA-Laptop-Chips kommen im zweiten Quartal 2023 auf den Markt: N1/N1X-SoCs sind bereit, mit der x86-Dominanz zu konkurrieren

NVIDIA plant, seine ARM-basierten Laptop-Prozessoren bereits in diesem Jahr auf den Markt zu bringen. Die kommenden Varianten N1 und N1X dürften sich zu Schlüsselprodukten im Windows on ARM (WoA)-Ökosystem entwickeln.

Die nächsten N2/N2X ARM-Chips sind für 2027 geplant.

Die Einführung eines auf Endverbraucher ausgerichteten Chips von NVIDIA war über ein Jahr lang Gegenstand von Spekulationen. Auslöser waren Hinweise darauf, dass das Unternehmen die ARM-Architektur für die Entwicklung eines Laptop-System-on-a-Chip (SoC) nutzen wollte. Obwohl sich die ursprünglichen Prognosen verzögerten und schließlich der DGX Spark – ausgestattet mit dem GB10-Chip und den Erwartungen an NVIDIAs kommende Laptop-Prozessoren entsprechend – auf den Markt kam, scheint der N1X-Chip laut einem Bericht von DigiTimes nun im ersten Quartal dieses Jahres in Notebooks auf den Markt zu kommen und voraussichtlich im zweiten Quartal im Einzelhandel erhältlich zu sein.

NVIDIAs Schritt hin zu einer verbraucherorientierten ARM-Plattform ist ein bedeutender Schritt und unterstreicht das übergeordnete Ziel des Unternehmens, das KI-Ökosystem zu dominieren. Mit der Einführung von N1 und N1X will NVIDIA modernste KI-Funktionen bereitstellen und sich als führender Anbieter im Bereich leistungsstarker KI-Computing-Lösungen positionieren. Die anfänglichen Verzögerungen bei der Markteinführung der Chips für Endverbraucher waren Berichten zufolge auf die Unreife des WoA-Ökosystems und Herausforderungen im Chipdesign zurückzuführen; die neuen SoCs werden jedoch voraussichtlich in Kürze erscheinen.

Nahaufnahme einer NVIDIA-GPU, die das aufwendige Chipdesign in leuchtenden Farben auf schwarzem Hintergrund zeigt.
Bildnachweis: NVIDIA

Was die Spezifikationen betrifft, so wird erwartet, dass die kommenden ARM-Chips TSMCs hochmodernen 3-nm-Prozess nutzen und ähnliche Designmerkmale wie der zuvor erwähnte GB10-SoC aufweisen. Darüber hinaus berichtet DigiTimes, dass NVIDIAs langfristige Roadmap die Chips N2 und N2X umfasst, die voraussichtlich im dritten Quartal 2027 auf den Markt kommen könnten. Dieser strategische Vorstoß in den Markt für Laptop-Chips unterstreicht NVIDIAs Absicht, in einem Segment Fuß zu fassen, das von Konkurrenten wie Intel und AMD dominiert wird.

Der Bericht erläutert NVIDIAs Vertriebsstrategie, die eine Zusammenarbeit mit Originalgeräteherstellern (OEMs) vorsieht, um die Verbreitung der Plattform mithilfe eines Referenzdesigns zu fördern. NVIDIA wird zwei separate Anbieterlisten führen: eine „Liste zugelassener Anbieter“ (AVL) und eine „Liste empfohlener Anbieter“ (RVL).Die RVL umfasst auch AIBs (Add-In Board-Partner), die nicht vollständig von NVIDIA verifiziert wurden. Der Mechanismus dieses Verifizierungsprozesses ist noch unklar, es ist jedoch wahrscheinlich, dass RVL-Partner die Chip-Spezifikationen, möglicherweise einschließlich der Taktraten, anpassen können, um die Leistung zu verbessern.

Mit einem Zeitplan für Anfang 2026 könnten wir die Vorstellung dieser innovativen Chips im Rahmen der NVIDIA GTC im März erleben. Darüber hinaus könnten bereits auf der diesjährigen Computex Verkaufsmodelle präsentiert werden, was NVIDIA eine günstige Gelegenheit böte, wieder in den Markt für Consumer-GPUs einzusteigen. Durch eine starke Präsenz im Bereich der Laptop-Chips könnte das Unternehmen die bestehenden Angebote von Intels Panther Lake und AMDs Gorgon Point effektiv herausfordern.

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