Jüngsten Berichten zufolge wird NVIDIA auf seiner GTC 2026-Keynote bahnbrechende Neuerungen vorstellen, insbesondere die mit Spannung erwartete Markteinführung der nächsten Generation von Feynman-Chips, die über das bereits bekannte Vera-Rubin-Projekt hinausgehen.
Feynman Chips: Vorreiter bei der Einführung der LPU-Einheiten von Groq
NVIDIA verfolgt eine klare Zukunftsvision und will auf der diesjährigen GTC die Computertechnologie im nächsten Jahrzehnt revolutionieren. CEO Jensen Huang versprach in seiner Keynote, Technologien vorzustellen, die „noch nie zuvor präsentiert wurden“.Spekulationen über einen möglichen Fokus auf das Feynman-Projekt kursieren bereits, und das koreanische Medienportal Chosun Biz bestätigt diese Ansicht. Demnach wird die GTC als Plattform für Feynmans ersten öffentlichen Auftritt dienen.
Obwohl die Details zu den Feynman-Chips noch begrenzt sind, markieren sie den Beginn der Einführung der A16-Technologie (1, 6 nm) von TSMC, die einen bedeutenden Fortschritt in der Halbleiterinnovation darstellt. Diese Technologie verfügt über Super Power Rail (SPR)-Funktionen und die derzeit kleinste verfügbare Strukturgröße. NVIDIA dürfte während der Serienfertigungsphase (HVM) der Hauptkunde von TSMC für A16 sein, da eine breitere Akzeptanz im Mobilbereich aufgrund notwendiger Architekturanpassungen erst später erfolgen könnte.

Darüber hinaus vermuten wir, dass die Feynman-Chips den LPU-Hardware-Stack (Latency Processing Unit) von Groq integrieren könnten, da GPU-Hersteller der Minimierung der Latenz zunehmend Priorität einräumen. In früheren Diskussionen haben wir das Potenzial von NVIDIA hervorgehoben, eine Hybrid-Bonding-Technik mit LPU-Einheiten zu verwenden, ähnlich wie bei AMDs X3D-Prozessoren. Obwohl detaillierte architektonische Spezifikationen noch nicht bekannt gegeben wurden, ist die Integration von LPUs in Feynman ein logischer Schritt, auch wenn dies die Design- und Produktionsprozesse verkomplizieren könnte.
Es wird allgemein erwartet, dass die Präsentation des Feynman-Chips ähnlich wie frühere NVIDIA-Demonstrationen mit Vera Rubin ausfallen wird, bei denen die Leistungsfähigkeit, die Gesamtarchitektur und die Zeitpläne für die Massenproduktion der GB200-Chips detailliert vorgestellt wurden. Die Produktion der Feynman-Chips soll voraussichtlich 2028 beginnen, die Auslieferung an Kunden dürfte – abhängig von NVIDIAs Strategie – zwischen 2029 und 2030 erfolgen. Interessierte können sich die GTC 2026 am 15. März in San Jose, Kalifornien, ansehen.