Der CEO von NVIDIA gab Einblicke in das jüngste Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Taiwan, das einen bedeutenden Transfer von Halbleiterfertigungskapazitäten in die USA vorsieht. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung der heimischen Produktion angesichts geopolitischer Spannungen.
TSMCs US-Strategie: Kapazitätsausbau bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des taiwanesischen Geschäftsbetriebs
Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat sich zu einem zentralen Akteur in der globalen Geopolitik entwickelt, da die Halbleiterproduktion von zahlreichen Ländern zunehmend als Bestandteil der nationalen Sicherheit betrachtet wird. Der Druck auf Taiwan, Teile seiner Chipproduktion in die USA zu verlagern, hat sich seit dem Amtsantritt der Trump-Regierung verstärkt. Jüngsten Berichten im Zusammenhang mit dem US-taiwanischen Handelsabkommen zufolge plant TSMC jedoch, seine Produktionskapazitäten in den USA auszubauen und 40 % seiner Gesamtproduktion in die USA zu verlagern – und nicht nur bestehende Betriebe zu verlagern.
Auf die Frage der Medien nach den Gerüchten, die USA wollten, dass Taiwan 40 % seiner Halbleiterproduktionskapazität in die USA verlagert, wies NVIDIA-CEO Jensen Huang darauf hin, dass es unangemessen sei, von einer „Verlagerung“ zu sprechen, sondern vielmehr von einer „Erhöhung“ der Produktionskapazität.
– UDN
Der CEO von NVIDIA betonte, dass Taiwan mit Energieengpässen zu kämpfen hat, die die Expansion von TSMC auf der Insel behindern. Daher prüft Taiwan Produktionsstandorte in Europa, Japan und den USA. Huang hob das Handelsabkommen als für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung hervor, die die globale Chipproduktion ankurbelt und gleichzeitig eine stabile Lieferkette für die USA stärkt. Im Anschluss an dieses Abkommen kündigte Taiwan Investitionen von bis zu 500 Milliarden US-Dollar in den USA an – ein Engagement, das die bisherigen Investitionen von TSMC erweitert und ambitionierte Wachstumspläne auf dem amerikanischen Markt signalisiert.

TSMC wird in den nächsten zehn Jahren seine Produktionskapazitäten massiv ausbauen müssen. Ein Teil davon wird in den USA, ein Teil in Europa, ein Teil in Japan und ein Teil in Taiwan gefertigt werden. Ein Großteil der Produktion wird weiterhin in Taiwan stattfinden. Daher gehe ich davon aus, dass die Nachfrage nach TSMC-Wafern und -Kapazitäten das in Taiwan verfügbare Energieangebot deutlich übersteigen wird.
– CEO von NVIDIA
Es ist entscheidend zu betonen, dass Taiwan sich der Entwicklung und Produktion seiner Kerntechnologien im Inland verpflichtet fühlt und an seiner „N-2“-Politik festhält. Obwohl die umfangreichen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten größtenteils außerhalb der USA angesiedelt sind, spiegelt der Aufbau einer resilienten Lieferkette allein durch Großinvestitionen die Realität vor Ort möglicherweise nicht vollständig wider. Dennoch dürfte die Expansion von TSMC in den USA die Produktionsmengen und globalen Lieferketten in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen.