Microsoft Phone Link führt eine erweiterte Ansicht für Android-Apps unter Windows 11 ein
Microsoft testet derzeit eine neue Funktion in Phone Link, die die Nutzung von Android-Apps unter Windows 11 durch eine erweiterte Ansichtsoption verbessern soll. Diese Ergänzung ist besonders für Nutzer interessant, die ihre App-Nutzung effizienter gestalten möchten, während sie gleichzeitig auf ihren Android-Geräten und PCs arbeiten.
Die Phone Link App bietet die Möglichkeit, den Bildschirm einer Android-Anwendung direkt auf den Windows-Desktop zu spiegeln. Diese Funktion ist jedoch auf ausgewählte Geräte beschränkt, darunter Modelle von Samsung, HONOR, OPPO, ASUS, vivo und Xiaomi. Mein Samsung S1 FE gehört übrigens zu den kompatiblen Geräten.
Bisher war einer der größten Nachteile der App-Streaming-Option das Fehlen einer Maximierungsfunktion. Beispielsweise zeigte sich bei der Arbeit mit einem 2K-Monitor, dass eine geöffnete App in einem schmalen, vertikalen Fenster angezeigt wurde, das dem Bildschirm eines Smartphones ähnelte – alles andere als optimal für die Desktop-Nutzung.

Um diese Einschränkung zu umgehen, habe ich einen Trick angewendet: Ich habe nach dem Starten der App mein Smartphone gedreht und die Option „Smartphone-Bildschirm öffnen“ ausgewählt. Das funktioniert allerdings nur bei Apps, die ein horizontales Layout unterstützen. Die Uber-App beispielsweise unterstützt dieses Format nicht und ist daher im Querformat unbrauchbar.
Um diese Probleme zu beheben, testet Microsoft einen neuen „Erweiterten“ Ansichtsmodus. Diese Funktion wird durch ein kleines Symbol neben der Schaltfläche zum Minimieren dargestellt und ermöglicht es Benutzern, das App-Fenster für eine bessere Ansicht zu vergrößern. Nach dem Upgrade meiner App auf Version 1.25112.33.0 auf meinem Dev-Insider-Rechner konnte ich auf diesen neuen Modus zugreifen.
Beim Testen der Uber-App verbesserte die erweiterte Ansicht die Breite zwar etwas; das App-Fenster bedeckte jedoch weiterhin nur zwei Drittel des Bildschirms, sodass breite schwarze Ränder an beiden Seiten entstanden. Die Verbesserung ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, ich hatte aber eine deutlichere Vergrößerung erwartet.

Verfeinerung der erweiterten Ansicht: Bereiche mit Verbesserungspotenzial
Die meisten Anwendungen sind für ein vertikales Layout konzipiert, was ihre Effektivität in der Vollbildansicht einschränkt – Uber ist hierfür ein Paradebeispiel. Im Gegensatz dazu können einige Anwendungen wie VLC und Amazon die Vollbildansicht optimal nutzen. Beim Öffnen der VLC-App füllte die Benutzeroberfläche das gesamte Fenster aus, ohne die dicken schwarzen Balken der Uber-App anzuzeigen.

Ein weiterer Aspekt ist die etwas unscharfe Darstellung von Apps im erweiterten Modus. Die Schriftgröße ändert sich nicht, was auf größeren Bildschirmen zu Lesbarkeitsproblemen führt. Dies könnte bei Nutzern, die den Modus länger nutzen möchten, zu Frustration führen.

Das erweiterte Fenster richtet sich automatisch linksbündig aus, was etwas unlogisch wirkt, da es nicht auf Vollbild maximiert werden kann. Im Vergleich dazu bietet die Standardansicht der App schärfere Bilder und klarere Elemente – ein Standard, den Nutzer von erweiterten Funktionen erwarten. Es besteht noch erhebliches Verbesserungspotenzial, falls Microsoft die Phone-Link-Funktion für eine stabile Version finalisieren möchte.
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