Eine herausfordernde Zeit für Microsoft
Die vergangenen zwei Wochen haben Microsoft zweifellos vor einige Schwierigkeiten gestellt. Erst heute konnte das Unternehmen eine Störung bei Microsoft 365 beheben, durch die zahlreiche Dateien nicht zugänglich waren. Solche Ausfallzeiten häufen sich alarmierend und bereiten Nutzern wie IT-Abteilungen gleichermaßen Sorgen.
Windows-Leistungsprobleme treten auf
Die Herausforderungen reichen über Microsoft 365 hinaus. Im Windows-Bereich macht Nvidia Microsoft für Leistungseinbußen im Zusammenhang mit dem letzten Patch-Tuesday-Update verantwortlich. Als Reaktion darauf hat Nvidia einen Notfall-Hotfix-Treiber veröffentlicht, um diese Probleme beim Spielen zu beheben.
Gegenreaktion auf die jüngsten Entwicklungen
Zu den Herausforderungen für Microsoft kommt die jüngste Kritik an der Windows-Führung des Unternehmens hinzu. Erst Anfang dieser Woche wurden Bedenken hinsichtlich des Übergangs von Windows zu einem agentenbasierten Betriebssystem geäußert, was bei den Nutzern Unzufriedenheit hervorgerufen hat.
Microsoft räumt Windows-Probleme ein
Positiv zu vermerken ist, dass Microsoft inmitten der Kritik die Probleme mit Windows öffentlich eingeräumt hat. Laut einem kürzlich veröffentlichten Support-Artikel gab das Unternehmen zu, dass nahezu jede Kernfunktion von Windows 11 Schwierigkeiten hat, insbesondere im Zusammenhang mit XAML, was sich auf wichtige Shell-Komponenten wie das Startmenü, die Taskleiste, den Explorer und die Windows-Einstellungen auswirkt.
Langjährige Probleme endlich erkannt
Interessanterweise hat Microsoft zwar beschlossen, diese Probleme erst im November 2025 offiziell anzuerkennen, doch viele dieser Probleme bestehen bereits seit dem Patch-Tuesday-Update vom Juli 2025 (KB5062553).Das bedeutet, dass Nutzer seit etwa vier Monaten mit diesen Komplikationen zu kämpfen haben. Da Windows 11 Version 25H2 dieselbe Codebasis wie Version 24H2 verwendet, ist auch das aktuelle Funktionsupdate betroffen.
Spezifische Probleme und Lösungsansätze
Laut Supportartikel können die Probleme bei der PC-Bereitstellung auftreten, wobei Benutzer Fehler mit verschiedenen Anwendungen wie StartMenuExperienceHost, Suche, Systemeinstellungen, Taskleiste und Explorer feststellen. Das Unternehmen gibt an, dass diese Probleme während folgender Schritte auftreten:
- Die erste Anmeldung eines Benutzers nach der Installation eines kumulativen Updates.
- Alle Benutzeranmeldungen an einer nicht-persistenten Betriebssysteminstallation, wie z. B.einer virtuellen Desktop-Infrastruktur (VDI), bei der Anwendungspakete bei jeder Benutzeranmeldung neu installiert werden müssen.
Provisionierung bezeichnet im Kontext die Vorgehensweise von Administratoren bei der Konfiguration von Geräten durch die Bereitstellung spezifischer Einstellungen und Richtlinien auf Client-PCs. Microsoft erklärt, dass Probleme aufgrund von Aktualisierungen der Windows-XAML-Komponente und zugehöriger Paketaktualisierungen aufgetreten sind, die mehrere Kerndienste betreffen.
Identifizierte Fehler und Wiederherstellungsoptionen
Microsoft hat mehrere abhängige Shell-Komponenten identifiziert, bei denen es zu Fehlern kommen kann, darunter:
- Explorer.exe stürzt unerwartet ab
- Shellhost.exe stürzt ab
- Probleme mit StartMenuExperienceHost
- Die Systemeinstellungen lassen sich möglicherweise gar nicht starten.
- Die Anwendung stürzt beim Initialisieren der XAML-Ansichten ab.
- Explorer kann ohne sichtbare Taskleiste ausgeführt werden.
- Fehler beim Initialisieren anderer XAML-Inselansichten
- Bedenken bezüglich ImmersiveShell
Als Reaktion auf diese Probleme arbeitet Microsoft derzeit an einer Lösung, hat aber bereits zwei alternative Vorgehensweisen für die Benutzer bereitgestellt:
Option 1: Neustart des Shell-Infrastruktur-Hostdienstes
Ein Neustart des Shell Infrastructure Host-Dienstes ( SIHost.exe ) kann helfen, fehlende Immersive Shell-Pakete wiederherzustellen. Benutzer können die folgenden Befehle ausführen:
Add-AppxPackage -Register -Path 'C:\Windows\SystemApps\MicrosoftWindows. Client. CBS_cw5n1h2txyewy\appxmanifest.xml' -DisableDevelopmentMode Add-AppxPackage -Register -Path 'C:\Windows\SystemApps\Microsoft. UI. Xaml. CBS_8wekyb3d8bbwe\appxmanifest.xml' -DisableDevelopmentMode Add-AppxPackage -Register -Path 'C:\Windows\SystemApps\MicrosoftWindows. Client. Core_cw5n1h2txyewy\appxmanifest.xml' -DisableDevelopmentMode
Option 2: PowerShell-Anmeldeskript
Die zweite Lösungsmöglichkeit besteht in der Implementierung eines PowerShell-Skripts, das den vorzeitigen Start des Explorers verhindert, bis alle erforderlichen Pakete bereitgestellt sind. Das folgende Batch-Skript kann verwendet werden:
@echo off REM Register MicrosoftWindows. Client. CBS powershell.exe -ExecutionPolicy Bypass -Command "Add-AppxPackage -Register -Path 'C:\Windows\SystemApps\MicrosoftWindows. Client. CBS_cw5n1h2txyewy\appxmanifest.xml' -DisableDevelopmentMode" REM Register Microsoft. UI. Xaml. CBS powershell.exe -ExecutionPolicy Bypass -Command "Add-AppxPackage -Register -Path 'C:\Windows\SystemApps\Microsoft. UI. Xaml. CBS_8wekyb3d8bbwe\appxmanifest.xml' -DisableDevelopmentMode" REM Register MicrosoftWindows. Client. Core powershell.exe -ExecutionPolicy Bypass -Command "Add-AppxPackage -Register -Path 'C:\Windows\SystemApps\MicrosoftWindows. Client. Core_cw5n1h2txyewy\appxmanifest.xml' -DisableDevelopmentMode"
Weitere Details und Anleitungen finden Sie im vollständigen Supportartikel unter KB5072911 auf der offiziellen Website von Microsoft.
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