Jüngste Diskussionen haben Bedenken hinsichtlich der durch das Web bedingten Verschlechterung der Benutzerfreundlichkeit von Windows 11 hervorgehoben, insbesondere durch die Enthüllung, dass die neue Agenda-Ansicht des Benachrichtigungscenters auf der WebView2-Technologie basiert. Microsoft hat jedoch Pläne angekündigt, die Geschwindigkeit komplexer Webanwendungen, einschließlich Outlook, zu verbessern.
„Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass komplexe Anwendungen eine ausgefeilte Architektur erfordern, die oft mehrere Fenster, iFrames oder Worker-Threads benötigt“, so Microsoft in einem kürzlich erschienenen Support-Dokument.
Anstatt Entwickler von Webanwendungen abzuschrecken, führt Microsoft ein neues Diagnosetool namens „Delayed Message Timing“ ein. Laut einem von Windows Latest entdeckten GitHub- Eintrag soll diese API Entwicklern helfen, zu beurteilen, wo Zeit investiert wird, wenn sie die Funktion „postMessage()“ in ihren Anwendungen verwenden.
Dieses Tool ist zwar nicht dafür ausgelegt, die Geschwindigkeit von Webanwendungen auf magische Weise zu steigern, Microsoft versichert jedoch, dass es Einblicke in Leistungsprobleme bietet, indem es über die Performance APIs Zeitdaten für Nachrichten meldet, die zwischen verschiedenen Kontexten wie Fenstern, iFrames und Web Workern ausgetauscht werden.
Auswirkungen auf WebView2-Anwendungen unter Windows 11
Diese Initiative zielt auf alle Webanwendungen ab, einschließlich solcher, die unter Windows 11 auf WebView2 laufen. Die Leistungsverbesserungen werden zwar verbessert, aber subtil und spezifisch sein.

Anwendungen wie Outlook und WhatsApp nutzen WebView2 zur Einbindung von Webinhalten und greifen dabei auf die auf Chromium basierende Rendering-Engine von Microsoft Edge zurück. Diese Verbindung führt häufig zu Leistungseinbußen unter Windows 11, da viele Anwendungen grundlegend mit der von Google finanzierten Chromium-Architektur verknüpft sind.
Die „Delayed Message Timing“-API ist besonders vorteilhaft für WebView2-basierte Anwendungen, die postMessage()-Interaktionen intensiv nutzen, da sie es Entwicklern ermöglicht, Leistungsengpässe effektiver zu identifizieren.
Leistungsprobleme mit dem neuen Outlook für Windows 11

Die neue Outlook-App bietet unter Windows 11 eine zufriedenstellende Benutzererfahrung, weist aber dennoch einige Ineffizienzen auf. Beispielsweise führt das Klicken auf eine Benachrichtigung mitunter zu einem langsamen Start der Anwendung, was unter anderem auf die integrierte Web-Engine zurückzuführen ist. Faktoren wie das anfängliche Laden der Seite und Authentifizierungsprozesse tragen maßgeblich zu dieser Verzögerung bei.
Wenn Benutzer auf eine Benutzeroberfläche stoßen, die zwar angezeigt wird, aber träge reagiert, kann dies an einer verzögerten Verarbeitung von postMessage()-Ereignissen in der Webschicht liegen. Die neue API hebt diese Verzögerungen hervor und erleichtert so die Identifizierung von Problemen, die die Gesamtleistung der Anwendung beeinträchtigen.
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