Michael Pachters gewagte Vorhersagen zum Xbox Game Pass und zur Konsolenzukunft
Fans von Gaming-News kennen den meinungsstarken Michael Pachter, Strategieberater bei Wedbush Securities, bestens. Bekannt für seine unverblümten Meinungen, sorgte Pachter schon mehrfach für Schlagzeilen – insbesondere 2018, als er erklärte, Lootboxen seien nur aufgrund der Unwissenheit der Konsumenten so erfolgreich.2022 kritisierte er Sony dann erneut für die seiner Meinung nach exorbitante Investition von 3, 6 Milliarden US-Dollar in Bungie, vor allem im Vergleich zu Microsofts moderaterer Übernahme von Activision Blizzard und Take-Twos Akquisition von Zynga.
Ein Meinungswandel bezüglich des Xbox Game Pass
Im Jahr 2022 wagte Pachter eine kühne Prognose für die Zukunft des Xbox Game Pass und sagte voraus, dass die Abonnentenzahl durch die Aufnahme von Activision Blizzard -Titeln auf 100 Millionen ansteigen könnte. Diesen Optimismus bekräftigte er 2024 und meinte, der Game Pass könne innerhalb eines Jahrzehnts potenziell 200 Millionen Abonnenten erreichen.
Nach den jüngsten Führungswechseln bei Microsoft hat sich Pachters Sichtweise jedoch deutlich verändert. In einem Gespräch mit GamesBeat (exklusiv für GB Max-Abonnenten) äußerte er Skepsis hinsichtlich der erwarteten Xbox-Konsole, deren Veröffentlichung für 2027 geplant ist. Bemerkenswert ist sein Rückzug von der vorherigen Unterstützung für den Game Pass.
Ich glaube, die Konsole ist tot. Ich denke, sie haben es mit der Konsole bereits vermasselt, indem sie auf den Game Pass gesetzt haben.
Pachters Kritik am Geschäftsmodell des Game Pass
Pachter, der einst ein Befürworter des Game Pass war, hegt nun aufgrund von Kritik an der jüngsten Umstrukturierung und Preiserhöhung Vorbehalte. Er argumentiert, dass das Modell grundlegend fehlerhaft sei:
Das Problem mit dem Game Pass war, dass es nur alles oder nichts gab. Entweder zahlst du 30 Dollar im Monat oder du kannst mich mal. Meine Spiele spielst du nicht.
Er stellt die Sinnhaftigkeit infrage, Alternativen wie EA Sports FC nicht einem breiteren Publikum anzubieten, das möglicherweise bereit wäre, das Spiel auch ohne Konsole zu erwerben. Pachter ist der Ansicht, Microsoft solle einen flexibleren Ansatz verfolgen, der die umfangreiche Spielebibliothek mithilfe der Cloud-Dienste nutzt und idealerweise eine Plattform ähnlich wie Steam für die Vernetzung schafft.
Ich halte das All-inclusive-Abo für 30 Dollar im Monat für den falschen Ansatz. Der Preis sollte 10 Dollar im Monat betragen, unbegrenzt.
Mögliche Konsequenzen für Microsoft
Pachter bringt berechtigte Bedenken hinsichtlich der Belastung vor, die die aktuelle Strategie für Microsofts Gaming-Ökosystem bedeuten könnte. Die aggressive Förderung des Game Pass in Verbindung mit einem vielseitigen Ansatz hat möglicherweise unbeabsichtigt die Attraktivität einer Xbox-Konsole geschmälert, was sich in den rückläufigen Hardware-Verkäufen der letzten Jahre widerspiegelt. Zudem empfinden viele Abonnenten den Game Pass nach der jüngsten Preiserhöhung als nicht mehr ausreichend lohnenswert.
Angesichts der aufkommenden Gerüchte, dass Microsoft den Game Pass Ultimate möglicherweise mit mehr Vorteilen von Drittanbietern und eigenen Anbietern erweitern könnte, dürfte die Zeit bereits gegen sie arbeiten, um die aktuellen Trends umzukehren.
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