Intel hat offiziell seine neueste Generation von Workstation-CPUs vorgestellt, die den Namen Xeon 600 „Granite Rapids“ tragen. Diese fortschrittlichen Prozessoren bieten beeindruckende Leistungsmerkmale, darunter Konfigurationen mit bis zu 86 Kernen, und bieten gleichzeitig ein günstigeres Verhältnis von Kernen zu Kosten im Vergleich zur Threadripper-Serie von AMD.
Intel bestätigt seine Position gegenüber AMD Threadripper 9000
Die neu eingeführte Xeon-600-Serie zielt auf verschiedene professionelle Anwendungsbereiche ab, von der Content-Erstellung über Data Science bis hin zur KI-Entwicklung. Basierend auf der Intel-3-Prozesstechnologie und ausgestattet mit Redwood Cove Performance Cores, soll diese Familie die Vorgängerserien Xeon W-3500 und W-2500 ablösen.

Besonders hervorzuheben ist Intels Strategie, sein Workstation-Angebot unter dem Namen Xeon 600 zu vereinheitlichen und sowohl Mainstream- als auch Experten-CPUs zu integrieren, anstatt sie wie in früheren Generationen zu trennen.



Laut Intel wurden die Granite Rapids CPUs entwickelt, um „hohe Rechenleistung freizusetzen“ und gleichzeitig die Leistungseffizienz durch erweiterbare Konfigurationen für die Bedürfnisse moderner KI-Entwickler zu steigern. Sehen wir uns die offiziellen Spezifikationen genauer an.

Intel Xeon 600 „Granite Rapids“ – Spezifikationsübersicht
Diese neue Produktreihe umfasst elf einzigartige WeUs, aufgeteilt in sechs Prozessoren der Expertenklasse („X“) und fünf Optionen für den Mainstream. Zu den Modellen gehören der Xeon 698X, 696X und weitere bis hin zum Xeon 634. Alle verwenden ein einheitliches Gehäuse, verfügen aber über unterschiedliche Chipkonfigurationen, die auf ihre jeweilige Leistungsklasse abgestimmt sind.

Zur Verdeutlichung hier die Klassifizierung der Stempel:
- Granite Rapids XCC: Xeon 698X/696X
- Granite Rapids HCC: Xeon 678X/676X/674X/658X
- Granite Rapids LLC: Xeon 656/654/638/636/634
Intel stellt klar, dass man sich aufgrund physikalischer Beschränkungen, die sich auf die Formfaktoren von Workstations auswirken, gegen die Integration von UCC-Chips mit 128 P-Kernen entschieden hat.
Das Flaggschiff der WeU-Architektur, der Xeon 698X, unterstützt 86 Kerne und bietet im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Xeon 3595X, folgende Verbesserungen:
- 43, 3 % Steigerung bei den Kernen (86 gegenüber 60)
- 2, 98-mal größerer L3-Cache (336 MB gegenüber 112, 5 MB)
- Deutlich bessere TDP-Werte bei einer Reduzierung der Basis-TDP um 35 W (350 W gegenüber 385 W).
- Erweiterte DDR5-Unterstützungsfunktionen

Die gesamte Xeon 600-Familie zeichnet sich durch Funktionen wie AVX-512- und AMX-Unterstützung, CXL 2.0-Fähigkeiten und optimierte Software-Tools über Intels oneAPI aus.


Übertaktungsfunktionen für entsperrte „X“-SKUs
Die Xeon 600-Serie bietet Übertaktungsfunktionen für die sechs „X“-Modelle und verfügt über diverse Verbesserungen zur Optimierung der CPU-Leistung. Zu diesen Verbesserungen zählen insbesondere Telemetrie- und Überwachungstools für präzise Spannungsregelung und Stabilitätstests.

Intel hat die OCBASE-Partnerschaft ins Leben gerufen und bietet Xeon-600-Nutzern über die OCCT-App Unterstützung beim Tuning. Diese Zusammenarbeit erweitert die bestehenden Tools und Funktionen, wie beispielsweise:
- Dynamische Übertaktungssteuerung, kompatibel mit Linux und Windows
- Konfigurierbares Benchmarking
- Erweiterte Plattform-Telemetrie

Vorstellung der Intel W890 Plattform
Kernstück der Xeon-600-Serie ist die W890-Plattform mit dem Sockel LGA 4710-2 (V2).Dieses Upgrade ermöglicht die Verwendung neuer Mainboards von Herstellern wie ASUS, Gigabyte und Supermicro und ersetzt den bisherigen W790-Chipsatz.

Die W890-Plattform bietet erweiterte Technologieoptionen wie Wi-Fi 7, vielfältige LAN-Konfigurationen und verbesserte Speicherunterstützung mit bis zu 4 TB in 8-Kanal-Konfigurationen. Dieses System ist optimal für rechenintensive Workloads, einschließlich KI-Berechnungen, geeignet.
Leistungsverbesserungen gegenüber früheren Generationen
Intels Leistungssteigerungen sind bemerkenswert. Die Xeon-600-Serie, insbesondere der Xeon 698X, bietet deutliche Verbesserungen gegenüber der Sapphire-Rapids-Reihe, wie die SPEC Workstation 4.0-Benchmarks zeigen:
- 61% Verbesserung der Geschäftstätigkeit im Finanzdienstleistungssektor
- 17% Steigerung bei KI- und Machine-Learning-Aufgaben
- 74 % schnellere Rendering-Zeiten bei der Inhaltserstellung

Durch die Unterstützung von AMX-Funktionen verbessert Intel zudem sein Rendering-Toolkit und ermöglicht so schnellere Verarbeitungszeiten in verschiedenen kreativen Anwendungen.


Überlegenes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu AMD Threadripper
Aus Preissicht bietet die Xeon-600-Serie ein bemerkenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zur Threadripper-9000-Reihe von AMD. Der Xeon 698X, der zwar etwas weniger Kerne als der AMD 9995WX besitzt, bietet dennoch erhebliche Einsparungen und ist für rund 7699 US-Dollar erhältlich, während das AMD-Pendant 11699 US-Dollar kostet.
Preis-/Kernvergleich: Intel vs. AMD Threadripper
| Intel WeU | Kerne/Threads | Preis | AMD WeU | Kerne/Threads | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Xeon 698X | 86 / 172 | 7699 USD | Threadripper 9995WX | 96 / 192 | 11699 USD |
| Xeon 696X | 64 / 128 | 5599 $ | Threadripper 9985WX | 64 / 128 | 7999 $ |
| Xeon 678X | 48 / 96 | 3749 USD | N / A | N / A | N / A |
| Xeon 676X | 32 / 64 | 2499 $ | Threadripper 9975WX | 32 / 64 | 4099 $ |
| Xeon 674X | 28 / 56 | 2199 $ | N / A | N / A | N / A |
| Xeon 658X | 24 / 48 | 1699 $ | Threadripper 9965WX | 24 / 48 | 2899 $ |
| Xeon 656 | 20 / 40 | 1399 $ | N / A | N / A | N / A |
| Xeon 654 | 18/36 | 1199 $ | N / A | N / A | N / A |
| Xeon 638 | 16/32 | 899 $ | Threadripper 9955WX | 16/32 | 1649 USD |
| Xeon 636 | 12/24 | 639 $ | N / A | N / A | N / A |
| Xeon 634 | 12/24 | 499 $ | N / A | N / A | N / A |
Verfügbarkeit und Zukunftsaussichten

Intels Xeon-600-Prozessoren und die zugehörige Plattform werden voraussichtlich Ende März verfügbar sein. Fünf verschiedene Prozessoren, darunter Xeon-Modelle wie der 696X und der 676X, werden für Endkunden erhältlich sein.

Diese Veröffentlichung unterstreicht nicht nur Intels Engagement für die Weiterentwicklung seiner Workstation-Leistung, sondern stärkt auch seine Wettbewerbsposition gegenüber AMD.Quelle & Bilder
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