Microsoft hat kürzlich die Einstellung seiner App Microsoft Lens angekündigt, einem kostenlosen Dokumentenscanner, der seit den Anfängen von Windows Phone verfügbar war. Wie das Unternehmen mitteilte, können Nutzer die App ab dem 9. Februar 2026 weder im Google Play Store noch im Apple App Store herunterladen.
Laut Microsofts Supportdokumentation können Benutzer mit Microsoft Lens noch bis zum 9. März 2026 Dokumente scannen. Nach diesem Datum sind keine neuen Scans mehr möglich, Benutzer können jedoch weiterhin auf zuvor gescannte Dokumente zugreifen, solange die App auf ihren Geräten installiert ist.
In einer gegenüber Windows Latest abgegebenen Stellungnahme gab Microsoft bekannt, ähnliche Anwendungen auf einer einzigen Plattform zusammenzuführen. Das Unternehmen empfahl den Wechsel zur OneDrive-App, die nun viele Funktionen integriert, die zuvor exklusiv in Microsoft Lens verfügbar waren.
Wenn Sie Microsoft Lens ein letztes Mal nutzen möchten, laden Sie die App unbedingt aus dem Play Store oder App Store herunter, bevor sie entfernt wird. Beachten Sie jedoch, dass die App in einigen Regionen möglicherweise bereits nicht mehr verfügbar ist.
Umstellung von Microsoft Lens auf OneDrive
Wenn ich an meine eigene Zeit zurückdenke, erinnere ich mich noch gut daran, wie ich vor fast zehn Jahren während meines Studiums ein Microsoft Lumia 640 XL benutzt habe. Damals nutzte ich Microsoft Lens intensiv zum Scannen handgeschriebener Notizen und Lehrbücher, während viele meiner Android-Nutzer diese effiziente Scan-Lösung gar nicht kannten. Einige Jahre später war Microsoft Lens eine der ersten Apps, die ich nach meinem Wechsel zu Android installiert habe.

Trotz des nostalgischen Werts von Microsoft Lens empfiehlt Microsoft in seiner Supportdokumentation die OneDrive-App als geeigneten Ersatz. Es ist jedoch anzumerken, dass Nutzer üblicherweise nach „Dokumentenscannern“ und nicht nach „Cloud-Speicher-Apps“ suchen.
Die OneDrive-App bietet dennoch intuitive Scanfunktionen. Um ein Dokument zu scannen, klicken Nutzer einfach auf die Schaltfläche „+“ in der unteren Ecke und wählen „Foto scannen“.Anschließend können sie den Scan im gewünschten OneDrive-Ordner speichern.


Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung: OneDrive kann zwar Dokumente scannen, erlaubt aber nicht das direkte Speichern im internen Speicher des Geräts. Nutzer müssen die Dateien daher manuell von OneDrive herunterladen. Aus diesem Grund habe ich mich für Adobe Scan entschieden.
Abschied von Microsoft Lens: Ein beliebter Dokumentenscanner
Nach der Installation von Microsoft Lens erscheint ein Vollbild-Fenster, das Nutzer dazu auffordert, für die fortlaufende Scanfunktion zu OneDrive zu wechseln. Eine hervorgehobene Schaltfläche führt zur OneDrive-App, doch als Erstes wird ihnen möglicherweise Werbung für den Kauf von OneDrive-Cloudspeicher angezeigt.

Microsoft Lens bot eine optimierte Lösung zum Scannen von Dokumenten – es wurde genau für diesen Zweck entwickelt. Nutzer schätzten die intuitive Benutzeroberfläche, die sich direkt mit der Kamera öffnete und verschiedene Optionen zum Scannen unterschiedlicher Dokumenttypen bot – eine Funktion, die OneDrive nicht bietet.

Mit dem Ende von Microsoft Lens bleibt ein von seinen Nutzern geschätztes Erbe zurück. Mit einer beeindruckenden Bewertung von 4, 8 Sternen im Play Store und App Store wurde es oft als idealer Dokumentenscanner gepriesen.

Es ist wirklich enttäuschend, die Einstellung eines so beliebten Produkts mitzuerleben. Hoffentlich investiert Microsoft die dadurch eingesparten Ressourcen in die Verbesserung von Windows 11, das Gerüchten zufolge 2026 umfangreiche Updates erhalten soll.
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