Intels PC-Geschäft steht und fällt mit der 18A-Technologie, während die CPU-Preise von AMD und Intel aufgrund von Lieferengpässen um 15 % steigen.

Intels PC-Geschäft steht und fällt mit der 18A-Technologie, während die CPU-Preise von AMD und Intel aufgrund von Lieferengpässen um 15 % steigen.

Die aktuelle Lage bei CPUs der großen Hersteller Intel und AMD ist durch erhebliche Engpässe gekennzeichnet, die zu spürbaren Störungen sowohl im Bereich der persönlichen Computer als auch im Industriesektor führen und letztendlich die Preise in die Höhe treiben.

Die CPU-Preise steigen um 15 % aufgrund akuter weltweiter Engpässe bei Intel und AMD.

Derzeit leidet der globale CPU-Markt unter gravierenden Engpässen, die direkt auf den durch die Fortschritte im Bereich der KI ausgelösten Nachfrageanstieg zurückzuführen sind. Der Zusammenhang zwischen der Knappheit an Prozessoren für Unternehmen und Endverbraucher ist offensichtlich: Der aufstrebende KI-Markt genießt nun höchste Priorität bei der Verteilung der Produktionsressourcen, um die steigende Nachfrage zu decken.

Große Cloud-Service-Anbieter und Hyperscaler haben ihre ursprünglich für KI-Unternehmen vorgesehenen CPU-Bestände aufgebraucht, was zu einem unerwarteten Nachfrageanstieg geführt hat. Im Gegensatz zu Speicherkomponenten, die zwar mengenmäßig begrenzt, aber weiterhin zu überhöhten Preisen erhältlich sind, werden Prozessoren immer schwieriger zu beschaffen, was eine erhebliche Bedrohung für PC-Hersteller und industrielle Anwendungen darstellt.

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Sowohl Intel als auch AMD haben kürzlich ihre Prozessorpreise um 10 bis 15 % erhöht. Noch nicht veröffentlichte Modelle werden bereits zu Preisen angeboten, die deutlich über der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) liegen. So kostet beispielsweise AMDs Ryzen 9 9950X3D aktuell 999 US-Dollar bei Amazon, gegenüber der UVP von 899 US-Dollar. Auch Intels neueste Core Ultra 200S Plus-Prozessoren sind deutlich teurer als empfohlen.

Wie Digitimes berichtet, ist die Zukunft von Intel und seinen Partnern eng mit der Entwicklung des 18A-Prozesses verknüpft. Diese Spitzentechnologie brachte kürzlich die ersten Client-Prozessoren Panther Lake und Wildcat Lake hervor, die sich an den Premium- bzw.den Einsteigermarkt richten. Allerdings sind Wildcat-Lake-Laptops nur schwer erhältlich, und die Preise für Panther-Lake-Geräte bleiben aufgrund der steigenden Speicherkosten und der Prozessorknappheit extrem hoch.

Darüber hinaus dürften die Preissenkungen nach Googles TurboQuant-Ankündigung nur von kurzer Dauer sein. Obwohl der Algorithmus Potenzial zur Reduzierung des Speicherverbrauchs gezeigt hat, bleibt er ein theoretisches Werkzeug und ist für Durchschnittsnutzer nicht zugänglich. Trotz einer kürzlichen Preissenkung von 30 % bei Arbeitsspeicher steigt die Nachfrage weiterhin rasant an.

Ein weltweiter Prozessormangel beeinträchtigt die Lieferketten von PCs und Industrie-PCs. Prozessoren sind selbst zu Premiumpreisen vergriffen, während Arbeitsspeicher zwar erhältlich, aber nur begrenzt verfügbar ist. Branchenkenner warnen, dass diese Knappheit die Verfügbarkeit von Notebooks und Industrie-PCs weltweit gefährdet und sich voraussichtlich noch einige Zeit hinziehen wird, bis sich die Ausbeute von Intels 18A-Prozess verbessert.

Sowohl Intel als auch AMD haben kürzlich die Prozessorpreise um 10–15 % angehoben, um den gestiegenen Kosten Rechnung zu tragen. Vertreter der Notebook-Lieferkette gaben jedoch an, dass derzeit keine weiteren Preiserhöhungen zu erwarten seien, da die Produktverfügbarkeit und nicht der Preis der Hauptfaktor sei. Besonders knapp sind Intels Prozessoren der Raptor-Lake-Serie von 2022. Laut einer Quelle sind Lieferzeiten mittlerweile bedeutungslos, da Warten keine Liefergarantie mehr bietet.

DigiTimes via Jukan05

Am stärksten von den aktuellen Lieferengpässen betroffen sind Intels Raptor-Lake-Prozessoren, die 2022 auf den Markt kamen und weiterhin ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Intel bestätigt, dass die Raptor-Lake-Familie ein wesentlicher Bestandteil des Desktop-Geschäfts ist und plant eine Aktualisierung. Aufgrund der Einschränkungen von Panther Lake und der Lieferengpässe bei Raptor Lake konzentriert sich Intel nun auf die Arrow-Lake-Familie als primäre Lösung für PC- und Industrieanwendungen.

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Sowohl Intel als auch AMD sind bei ihrer CPU-Produktion stark von TSMC abhängig. Panther Lake nutzt die 18A-Technologie und integriert zusätzlich mehrere Komponenten von TSMC. Wildcat Lake kombiniert ebenfalls die 18A- und TSMC-Ansätze. Ohne eine Verbesserung der Ausbeute der 18A-Technologie dürfte sich Intels Situation in naher Zukunft kaum verbessern.

Intels Abhängigkeit von älteren Produktionslinien könnte PC-Nutzer zudem dazu bewegen, auf AMDs Ryzen-Plattform umzusteigen, die sich bisher relativ gut bewährt hat. Allerdings sind die Gesamtverkäufe sowohl von Intel- als auch von AMD-Plattformen rückläufig, was durch die anhaltenden Speicherengpässe und Preissteigerungen noch verschärft wird und die Hersteller möglicherweise zwingt, ihre Lagerstrategien zu überarbeiten.

Nachrichtenquelle: @jukan05

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