Intel veröffentlicht XeSS 3 SDK auf GitHub als Closed-Source-Tool

Intel veröffentlicht XeSS 3 SDK auf GitHub als Closed-Source-Tool

Trotz früherer Zusagen wird Intels neue „Open-Source“-Upscaling-Technologie mit der Einführung des XeSS 3 SDK weiterhin als Closed-Source-Software vertrieben.

Intel stellt das XeSS 3 SDK auf GitHub für Spieleentwickler vor; es bleibt quelloffen.

Intel hat das XeSS 3 SDK (Software Development Kit) auf GitHub veröffentlicht. Es soll Entwicklern den Zugang zu den fortschrittlichen KI-gestützten Upscaling- und Frame-Generierungsfunktionen erleichtern. Obwohl diese Veröffentlichung einen Fortschritt bei der Verfügbarkeit neuester Upscaling-Technologien darstellt, bleibt das SDK proprietär und wird ausschließlich in Form von Windows-Binärdateien vertrieben.

Die Einführung von XeSS 3 und der Multi-Frame-Generation stellt eine bedeutende Weiterentwicklung dar, die ursprünglich zusammen mit Intels Panther-Lake-Prozessorserie eingeführt wurde. Diese Technologie ist mittlerweile mit diverser Hardware kompatibel, darunter alle Arc-Alchemist- und Battlemage-Produkte. Die Exklusivität des SDKs für das Windows-Betriebssystem ist jedoch enttäuschend, insbesondere angesichts Intels vorheriger Zusagen bezüglich Open-Source-Absichten. Bedauerlicherweise hat die Tatsache, dass das XeSS-3-SDK auf rein binären Windows-Bibliotheken basiert, viele Entwickler und Befürworter von Open-Source-Lösungen enttäuscht.

Die Versionshinweise zum XeSS SDK 3.0.0 beschreiben neue Funktionen wie die Multi-Frame-Generierung für Intel Arc GPUs und eine verbesserte Benutzeroberfläche.

Im Vergleich dazu verfolgt AMDs FidelityFX Super Resolution (FSR) einen transparenteren Ansatz, indem Entwicklern Zugriff auf den Quellcode zur Prüfung und Modifizierung gewährt wird. Dies steht im deutlichen Gegensatz zu Intels Entscheidung, XeSS proprietär zu halten, was die breite Akzeptanz der Technologie potenziell behindern könnte. Viele Gamer reizen derzeit die Grenzen ihrer Hardware aus, um höhere Bildwiederholraten zu erzielen. Für diejenigen, die sich keine teuren Upgrades leisten können, bietet Intels Multi-Frame Generation möglicherweise eine praktikable Lösung, insbesondere für Nutzer von Intel-Hardware.

Es ist jedoch bedauerlich, dass Linux-Nutzer keinen Zugriff auf XeSS 3.0 und Multi-Frame Generation haben werden. Es bleibt zu hoffen, dass Intel seine Position in Zukunft überdenkt und sich einem Open-Source-Modell zuwendet. Dies würde die Verbreitung beschleunigen und die Unterstützung für neuere Upscaling-Technologien in einem breiteren Spektrum von Spielen ausweiten.

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