Intel hat bei der Entwicklung seines kommenden 14A-Technologieknotens bedeutende Fortschritte erzielt, wie auf der kürzlich stattgefundenen RBC Capital Markets Global Technology Conference erörtert wurde. Das Unternehmen gab außerdem Einblicke in seine neue Partnerschaft mit NVIDIA und beleuchtete, welche Bedeutung diese Zusammenarbeit für die Zukunft von CPUs und GPUs hat.
Intel 14A-Fortschritte und strategische Zusammenarbeit mit NVIDIA
Auf der Konferenz gab Intels Vizepräsident John Pitzer ein Update zur strategischen Ausrichtung des 14A-Prozesses und betonte, dass dieser einen entscheidenden Fortschritt für das Unternehmen darstellt. Er erläuterte, wie Intel die aktuellen Herausforderungen des Marktes meistert, darunter angespannte Lieferketten und eine drohende Speicherkrise. Da die ersten Produkte auf Basis des 18A-Prozesses voraussichtlich Ende 2024 auf den Markt kommen und die Produktion Anfang 2026 hochfahren wird, blickt Intel optimistisch in die Zukunft seiner Technologien.
Pitzer hob den deutlichen Fortschritt des 14A-Prozesses im Vergleich zum 18A-Prozess in einer ähnlichen Entwicklungsphase hervor. Anders als der 18A-Prozess, der sich in seinen frühen Phasen primär auf Intels interne Produktlinien konzentrierte, beinhaltet die Entwicklung des 14A-Prozesses die aktive Zusammenarbeit mit externen Kunden, was zu einem ausgereifteren Prozessentwicklungskit (PDK) beiträgt.

Intels 14A-Prozess zeichnet sich durch zwei innovative Technologien aus: ein Gate-All-Around (GAA)-Transistordesign der zweiten Generation und eine verbesserte Stromversorgung auf der Rückseite. Dadurch ist Intel in der Lage, im Vergleich zur entsprechenden Phase des 18A-Prozesses eine höhere Leistung und Ausbeute zu erzielen.
Wir arbeiten mit vollem Engagement an der Entwicklung von Intel 14A und blicken optimistisch auf die Zusammenarbeit mit unseren externen Kunden. Es ist wichtig zu betonen, dass sich 14A aus externer Sicht deutlich von 18A unterscheidet. Mit 14A erhalten wir wesentlich früher im Entwicklungsprozess umfassenderes und wertvolleres Feedback, wodurch wir unser PDK effektiver optimieren können.
John Pitzer – Intel Vizepräsident für Unternehmensplanung und Investor Relations
Die Partnerschaft zwischen Intel und NVIDIA im Detail
Pitzer berichtete außerdem über spannende Entwicklungen im Zusammenhang mit Intels Allianz mit NVIDIA, insbesondere im Bereich der Rechenzentren. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird Intel eine speziell angepasste Xeon-CPU liefern, die optimal mit NVIDIAs NVLink Fusion-Verbindungstechnologie zusammenarbeitet.

Diese Integration zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit von Intels x86-CPUs durch die Nutzung von NVIDIAs Hochbandbreiten-Verbindungslösungen zu steigern. Zu den weiteren Entwicklungen gehören potenzielle Anwendungen für Arms Neoverse-Plattform, die ebenfalls NVLink Fusion nutzen wird.
Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, NVIDIA eine maßgeschneiderte Xeon-Lösung anzubieten, die sie in ihre Systeme integrieren werden. Diese Konfiguration wird insbesondere nicht Drittanbietern von Hyperscalern angeboten, was unser Engagement für diese Partnerschaft unterstreicht.
John Pitzer – Intel Vizepräsident für Unternehmensplanung und Investor Relations
Auf Clientseite plant Intel, NVIDIAs RTX-GPU in eine neue Kategorie von System-on-Chips (SoCs) zu integrieren, die zunächst in High-End-Notebooks zum Einsatz kommen sollen. Es ist geplant, dieses Angebot im Laufe der Zeit auch auf den Mainstream- und Budgetbereich auszuweiten.

Intel und NVIDIA werden zwar ihre jeweiligen Produktstrategien beibehalten, aber gemeinsam diese neue Klasse von Hochleistungs-SoCs entwickeln. AMD ist überzeugt, dass diese Partnerschaft zwischen Intel und NVIDIA den Wettbewerb auf dem Markt verschärfen könnte.
Wir sind von unserer Strategie überzeugt und werden unsere Kundenbasis weiterhin optimal betreuen und gleichzeitig die Wettbewerbsherausforderungen dieser Kooperation meistern. Es bietet sich eine große Chance, die Grafikleistung von Notebooks deutlich zu steigern, zunächst für Premium-Nutzer, mit dem Ziel, den Markt weiter auszubauen.
John Pitzer – Intel Vizepräsident für Unternehmensplanung und Investor Relations
Herausforderungen in der Lieferkette und deren Auswirkungen auf die Preisstrategie
Pitzer sprach auch die anhaltenden Lieferengpässe bei älteren 10-nm- und 7-nm-Komponenten an. Daher werden Preiserhöhungen für Alder-Lake- und Raptor-Lake-CPUs erwartet. Intel hingegen will diesen Preisdruck durch Preissenkungen bei neueren Produkten wie Arrow Lake und Lunar Lake abfedern.
Wir gehen davon aus, dass wir im nächsten Jahr mit der Waferlieferung aus unserem Werk in Arizona beginnen können, was eine günstigere Kostenstruktur ermöglichen wird. Angesichts der aktuellen Lieferengpässe passen wir unsere Preisstrategie an, um die Marktnachfrage besser bedienen zu können.
John Pitzer – Intel Vizepräsident für Unternehmensplanung und Investor Relations

Intels kommende Panther-Lake-Prozessoren, die im 18A-Verfahren gefertigt werden, sollen voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 eine Premium-Marktposition einnehmen. Um dem entgegenzuwirken, plant Intel, sein preisgünstigeres CPU-Angebot in der Zwischenzeit durch Arrow Lake und Lunar Lake zu straffen, wobei die Preise in ausgewählten Märkten Berichten zufolge um bis zu 50 % gesenkt werden sollen.
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