Insider enthüllt: Die 10-fache Raytracing-Leistung der PlayStation 6 wurde falsch eingeschätzt; die tatsächliche FPS-Verbesserung wird auf das Dreifache geschätzt.

Insider enthüllt: Die 10-fache Raytracing-Leistung der PlayStation 6 wurde falsch eingeschätzt; die tatsächliche FPS-Verbesserung wird auf das Dreifache geschätzt.

Die erwartete Leistung der PlayStation 6 im Vergleich zur PlayStation 5

Die kommende PlayStation 6 soll eine beeindruckende Steigerung der Raytracing-Leistung bieten und bis zu zehnmal so schnell sein wie die ursprüngliche PlayStation 5. Spieler sollten ihre Erwartungen hinsichtlich der tatsächlichen Verbesserung der Bildwiederholrate (FPS) jedoch dämpfen. Der bekannte Leaker KeplerL2 hat darauf hingewiesen, dass die bisherigen Interpretationen der AMD -Dokumentation möglicherweise fehlerhaft sind. Er vermutet, dass die Leistungssteigerung in der Praxis realistischerweise im Durchschnitt nur eine Verdreifachung der FPS in Spielen bewirken könnte, die nicht stark auf Raytracing angewiesen sind.

Klarstellung der Leistungskennzahlen

In einer kürzlich geführten Diskussion im NeoGAF-Forum ging KeplerL2 auf Missverständnisse ein, die von anderen Analysten verbreitet wurden. Er erklärte: „Wenn auf einer Folie steht ‚Orion 10x RT-Leistung vs. Oberon‘, bedeutet das nicht, dass man die 30 FPS einer PS5 einfach mit 10 multiplizieren kann, um sie mit einer leistungsstarken GPU wie der 5090 zu vergleichen.“ Diese Interpretation könnte zu irreführenden Schlussfolgerungen hinsichtlich der relativen Leistung verschiedener Systeme führen.

Leistungsschätzungen in Spiel-Szenarien

KeplerL2 erläuterte die erwartete Leistung der PlayStation 6 genauer und lieferte einen Leistungsvergleich anhand von Assassin’s Creed: Shadows unter Berufung auf offizielle Daten von Ubisoft. Die folgende Tabelle zeigt die voraussichtlichen Framezeiten für verschiedene Rendering-Aufgaben:

Aufgabe PS5 Frame Time PS6 Framezeit (projiziert)
Bildschirmraumverfolgung 0, 54 ms 0, 18 ms
Weltraumverfolgung 1, 38 ms 0, 14 ms
Beleuchtung 1, 17 ms 0, 39 ms
Rauschunterdrückung 1, 91 ms 0, 64 ms
Gesamt-RT-Aufgaben 5, 00 ms 1, 35 ms

Die aktuelle PS5 erreicht im Raytracing-Modus konstant 30 FPS, was auf eine verbleibende Frametime von etwa 25 ms schließen lässt. Im Vergleich dazu könnte die erwartete PlayStation 6 etwa 9, 68 ms (durchschnittlich ~103, 3 FPS) erreichen. Die vermeintliche Leistungssteigerung durch Raytracing führt daher nicht direkt zu einer Verzehnfachung der FPS, sondern eher zu einer Verbesserung der Bildrate um das 3, 1-Fache.

Zukünftige Auswirkungen und Marktüberlegungen

Bei Spielen mit umfangreicherem Raytracing oder Path Tracing dürfte der Leistungsunterschied zwischen PlayStation 5 und PlayStation 6 größer ausfallen, auch wenn die in frühen Dokumenten erwähnte zehnfache Steigerung wohl nie erreicht wird. Wie KeplerL2 bereits anmerkte, beanspruchen Rasterisierung und Berechnung des Frame-Renderings selbst in Szenarien mit hohem Raytracing- oder Path-Tracing-Bedarf typischerweise über 50 % der gesamten Frame-Zeit. Daher entspricht eine zehnfache Leistungssteigerung durch Raytracing nicht zwangsläufig einer entsprechenden Erhöhung der FPS.

Während die PlayStation 6 noch auf ihren offiziellen Verkaufsstart wartet, bieten aktuelle Analysen lediglich einen ersten Einblick in ihr Potenzial im Vergleich zur bestehenden Generation. Trotz der deutlichen Leistungssteigerungen bleibt es ungewiss, ob diese Verbesserungen PlayStation-5 -Besitzer zum Upgrade bewegen werden, insbesondere angesichts der steigenden Kosten für Gaming-Hardware.

Quellen & Bilder

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