Die Einführung des Tensor G5 markierte ein eher enttäuschendes Kapitel für Googles SoC-Bemühungen. Als erster Chip des Unternehmens, der TSMCs fortschrittliche Lithografie nutzte, blieb er im Vergleich zur Konkurrenz zurück, insbesondere hinsichtlich Leistung und Effizienz. Prognosen deuten jedoch darauf hin, dass Googles Chipset-Auslieferungen im Jahr 2026 trotz der allgemeinen Marktherausforderungen durch DRAM-Engpässe das stärkste Wachstum unter den Wettbewerbern verzeichnen werden.
Weltweite Smartphone-Chipsatz-Lieferungen werden voraussichtlich um 7 % im Jahr 2026 sinken: Chinesische OEMs stehen vor erheblichen Herausforderungen, während Apple, Samsung und Google weiterhin stark bleiben.
Die von Analyst Soumen Mandal präsentierten Erkenntnisse von Counterpoint Research deuten darauf hin, dass die steigenden Kosten für DRAM- und NAND-Flash-Speicher zunehmend die Materialkosten (Bill of Materials, BoM) beeinflussen und diese bei Flaggschiff-Smartphones um 20 Prozent erhöhen. Für dieses Jahr wird ein deutlicher Rückgang der Smartphone-Auslieferungen um 6, 1 Prozent prognostiziert, was einem erwarteten Rückgang der Chip-Auslieferungen um denselben Prozentsatz entspricht. Chinesische OEMs, die stark von Chipherstellern wie Qualcomm und MediaTek abhängig sind, werden diese Abschwünge voraussichtlich am stärksten zu spüren bekommen.
MediaTek, ein fabless Halbleiterunternehmen, wird voraussichtlich aufgrund der anhaltenden DRAM-Krise erheblich leiden. Da über 50 Prozent des Umsatzes aus dem Verkauf von Chipsätzen stammen, sichert das enorme Produktionsvolumen dem Unternehmen jedoch auch in diesem Jahr eine führende Position bei den Gesamtlieferungen.
Im Gegensatz dazu profitieren Unternehmen wie Apple, Google und Samsung von ihren hauseigenen Chipstrategien, die sie vor den aktuellen Lieferengpässen schützen können. Nachfolgend die aktualisierten Prognosen für diese Unternehmen:
- Google: 18, 9 Prozent Wachstum (revidiert), 13, 3 Prozent (vorherige Prognose)
- Samsung: 7, 3 Prozent Wachstum (revidiert), 5, 1 Prozent (vorherige Prognose)
- Apple: -4, 4 Prozent Wachstum (entspricht der vorherigen Prognose)

In diesem Kontext wird für 2026 ein Rückgang der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 6, 1 % gegenüber dem Vorjahr erwartet, während die Auslieferungen von Smartphone-SoCs voraussichtlich um 7 % gegenüber 2025 sinken werden. Chinesische OEMs dürften am stärksten betroffen sein, während Apple und Samsung dank integrierter Lieferketten und der anhaltenden Ausrichtung auf Premiumprodukte besser positioniert sind. Unter den SoC-Anbietern verzeichnet UNISOC den stärksten Rückgang aufgrund seiner Abhängigkeit vom schrumpfenden Markt für 4G-Geräte im Niedrigpreissegment. Google hingegen dürfte das stärkste Wachstum verzeichnen, unterstützt durch die Differenzierung im Bereich KI und die zunehmende Marktpräsenz jenseits der USA und Japans. Samsungs Markteinführung des 2-nm-Exynos 2600 stärkt seine vertikale Strategie zusätzlich, während MediaTek und Qualcomm gemischte Ergebnisse erzielen, da Premium-Plattformen die Schwäche in den Volumensegmenten ausgleichen.
Counterpoint Research wies bereits darauf hin, dass die Materialkosten für Smartphones um 25 Prozent steigen könnten, was potenziell zu einem Rückgang der Auslieferungen um 2, 1 Prozent führen würde. Hersteller könnten gezwungen sein, Konfigurationen mit 4 GB RAM einzuführen, um ihre Gewinnmargen in dieser schwierigen Phase zu sichern.
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