Ubisoft droht Streik inmitten umfassender Umstrukturierung
Ubisoft befindet sich im Umbruch, da das Unternehmen seinen neu angekündigten „ großen Neustart “ umsetzt. Diese Umstrukturierung hat die Gewerkschaften der französischen Ubisoft-Mitarbeiter, darunter das Syndicat des Travailleurs et Travailleuses du jeu Vidéo (STJV), Solidaires Informatique, CFE-CGC und CGT, zu einem Streikaufruf veranlasst. Die Proteste sind eine Reaktion auf eine Entlassungswelle, Studioschließungen und eine umstrittene Rückkehrrichtlinie, die die Möglichkeit zum Homeoffice beendet.
Streikdetails und unterstützende Demonstrationen
Der geplante Streik erstreckt sich über drei Tage, vom 10.bis 12. Februar , und vereint die Ubisoft-Mitarbeiter weltweit in Solidarität. Zusätzlich dazu veranstaltet die CWA Kanada am 29. Januar 2026 eine Kundgebung in Halifax, um die von der Schließung des Ubisoft-Studios in Halifax Anfang des Monats betroffenen Arbeiter zu unterstützen.
🇬🇧✊🌀 Ubisoft: Es reicht! Angesichts der willkürlichen Entscheidung des CEOs, der es nicht einmal mehr wagt, mit den Mitarbeitern zu sprechen, rufen die Gewerkschaften zu einem Streik am 10., 11.und 12. Februar auf.
— Gewerkschaft der Videospielmitarbeiter (@stjv.fr) 2026-01-28T12:10:47.000Z
Gewerkschaften kritisieren Ubisofts Führung
Die gemeinsame Erklärung der STJV und anderer Gewerkschaften thematisiert die fragwürdigen Entscheidungen von Ubisofts CEO, Yves Guillemot. Die Gewerkschaften argumentieren, dass Guillemot, der nicht mehr direkt mit den Mitarbeitern kommuniziert, eine seit September 2025 geltende Homeoffice-Regelung missachtet. Diese Führung steht unter scharfer Kritik, insbesondere angesichts des dramatischen Wertverlusts des Unternehmens von 95 % in den letzten acht Jahren.
In der Erklärung äußern die Gewerkschaften ihre Unzufriedenheit über die mangelnde Verantwortungsübernahme des Ubisoft-Managements hinsichtlich der jüngsten Entlassungen, darunter der Abbau von 200 Stellen in der Zentrale. Anfang der Woche kritisierte Solidaires Informatique Guillemot ausdrücklich für seine offensichtliche Realitätsferne im Unternehmen.
Umstrukturierung und ihre Auswirkungen
Im Zuge des laufenden umfassenden Umstrukturierungsprozesses hat sich Ubisoft in fünf Kreativhäuser aufgeteilt und die weltweit bestehenden Studios – die den Umbau überstanden haben – integriert. Die Schließung der Studios in Halifax und Stockholm sowie Entlassungen bei Massive Entertainment und RedLynx werden als Teil dieses Restrukturierungsprozesses beschrieben. Darüber hinaus hat diese Umstrukturierung zum Verlust wichtiger Talente bei Projekten wie Assassin’s Creed und The Division geführt, was Klagen wegen „konstruktiver Kündigung“ nach sich zog.
Infolge des Neustarts wurden mehrere Projekte gestoppt, darunter das mit Spannung erwartete Remake von Prince of Persia: Sands of Time, während andere, wie das Remake von Assassin’s Creed IV: Black Flag, Verzögerungen hinnehmen mussten. Trotz dieser Turbulenzen befindet sich Beyond Good & Evil 2 laut Ubisoft-Vertretern weiterhin in Entwicklung.
Zukünftige Entwicklungen und anhaltender Druck
Die Zukunft von Ubisoft bleibt ungewiss, da das Unternehmen mit den Folgen seiner Umstrukturierung zu kämpfen hat. Während französische Gewerkschaften von Frankreich aus Druck auf das Unternehmen ausüben, mobilisiert die kanadische Gewerkschaft CWA die Unterstützung der Regierung von Nova Scotia und der Öffentlichkeit, um Transparenz hinsichtlich der Schließung des Studios in Halifax zu fordern. Diese öffentliche Aufmerksamkeit hat Ubisoft bereits veranlasst, die den betroffenen Mitarbeitern angebotenen Abfindungen neu zu bewerten.
Die Gewerkschaft hat eine Briefkampagne gestartet und ihre Bedenken in einem Zeitplan dargelegt, während das Arbeitsamt von Nova Scotia den Sachverhalt untersucht. Die Ergebnisse dieser Proteste und Untersuchungen werden voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Mitarbeiterbeziehungen von Ubisoft in der Zukunft haben.
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