Wie wir Gerüchte bewerten
0–20 %: Unwahrscheinlich – Keine glaubwürdigen Quellen 21–40 %: Fragwürdig – Es bestehen weiterhin Bedenken 41–60 %: Plausibel – Angemessene Indizien 61–80 %: Wahrscheinlich – Starke Indizien 81–100 %: Sehr wahrscheinlich – Mehrere zuverlässige Quellen
Gerüchtebewertung
Bewertung: 50 %
Bewertung: Plausibel
Quelle: 2/5
Bestätigung: 2/5
Technischer Zustand: 3/5
Zeitplan: 3/5
Intel sichert sich möglicherweise MediaTek als wichtigen Kunden für den 14A-Prozess
Jüngste Entwicklungen deuten darauf hin, dass Apple für seine kommenden Einsteiger-Chips der M-Serie, deren Veröffentlichung für 2027 geplant ist, sowie für die Nicht-Pro-iPhone-Prozessoren, die voraussichtlich 2028 erscheinen werden, wahrscheinlich Intels 18A-P-Prozess verwenden wird. Darüber hinaus hat GF Securities darauf hingewiesen, dass Apples kundenspezifischer ASIC, dessen Markteinführung für 2028 prognostiziert wird, Intels fortschrittliche EMIB-Gehäusetechnologie nutzen wird.
Zuvor wurde berichtet, dass Apple eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) mit Intel unterzeichnet und PDK-Muster (Prozessdesignkit) des 18A-P-Prozesses zur weiteren Analyse erhalten hat. Dieser Chipknoten ist Intels erster, der Foveros Direct 3D Hybrid Bonding unterstützt und somit die Stapelung mehrerer Chiplets mittels Through-Silicon Vias (TSVs) verbessert.
Intel gewinnt MediaTek als Outsourcing-Kunden für 14A- und Advanced-Package-Mobilchips:
— meng (@meng59739449) 9. Februar 2026
Vor diesem Hintergrund ist ein neues Gerücht aufgetaucht, demzufolge Intel MediaTek erfolgreich als wichtigen Kunden für seinen 14A-Fertigungsprozess gewinnen konnte. Leser sollten jedoch vorsichtig sein, da solche Meldungen oft unbestätigte Behauptungen enthalten.
Trotzdem dürfte die Integration von Intels 14A-Prozess in die Produktion von MediaTeks Mobilchips, insbesondere der Dimensity-Serie, wie bereits in einer vorangegangenen Analyse hervorgehoben, nicht unkompliziert sein. Bedenken ergeben sich aus Intels Entscheidung, für seine 18A- und 14A-Fertigungsprozesse eine Backside Power Delivery (BSPD)-Strategie zu verfolgen.
BSPD bietet zwar geringfügige Leistungsverbesserungen durch kürzere, dickere Metallisierungspfade auf der Chiprückseite – was den Spannungsabfall reduziert und höhere Betriebsfrequenzen ermöglicht –, jedoch verstärkt dieser Ansatz häufig den Selbsterhitzungseffekt (SHE) und erfordert daher verbesserte Kühllösungen. Zudem sind die durch diese Technik erzielten Leistungsgewinne minimal.
Dennoch besteht für Intel das Potenzial, die Herausforderungen im Bereich Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SHE) durch innovative Lösungen zu meistern. Sollte sich die Übernahme von MediaTek für dessen 14A-Prozess bestätigen, könnte Intel damit einen bedeutenden Erfolg erzielen und zukünftig möglicherweise weitere Kunden gewinnen. Bis zur offiziellen Bestätigung dieses Gerüchts raten wir unseren Lesern jedoch zu einer gewissen Skepsis.