Gamer wenden sich von der GeForce RTX 5060 Ti 16GB ab, da die Verkaufspreise auf über 700 Dollar gestiegen sind.

Gamer wenden sich von der GeForce RTX 5060 Ti 16GB ab, da die Verkaufspreise auf über 700 Dollar gestiegen sind.

NVIDIAs jüngster Fokus auf seine 8-GB-Grafikkarten spiegelt sich in der aktuellen Marktsituation seiner leistungsstarken und dennoch budgetfreundlichen GPUs wider. Angesichts der steigenden Nachfrage nach erschwinglichen Grafiklösungen geben die Verfügbarkeits- und Preisentwicklungen der RTX 5060 Ti mit 16 GB Anlass zur Verwunderung.

Herausforderungen für die NVIDIA RTX 5060 Ti 16 GB: Verfügbarkeitsprobleme und Preisanstiege

Die Marktlage ist zunehmend besorgniserregend. Berichten zufolge steigen die Preise für NVIDIAs RTX-50-Grafikkarten, insbesondere für die günstigeren und unteren Mittelklassemodelle, weltweit deutlich an. Eine Analyse der Grafikkartenpreise bei großen Händlern in Nordamerika und Europa zeigt ein gemeinsames Problem: die auffällige Knappheit der GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB. Zwar ist sie bei einigen Händlern noch verfügbar, doch die überhöhten Preise lassen vermuten, dass man vor einem Monat für ein ähnliches Budget eine RTX 5070 Ti hätte erwerben können.

Laut @TechEpiphanyYT verdeutlichen aktuelle Verkaufszahlen von Mindfactory die sich verändernden Verbraucherpräferenzen:

Spitzenreiter im GPU-Vertrieb

  • RX 9070 XT: 455 Einheiten (35, 0 %)
  • RX 9060 XT: 230 Einheiten (17, 7 %)
  • RTX 5070 Ti: 180 Einheiten (13, 8 %)

GPU-Verkäufe der Mittelklasse

  • RTX 5080: 90 Einheiten (6, 9 %)
  • RX 9070: 60 Einheiten (4, 6 %)
  • RTX 5070: 50 Einheiten (3, 8 %)
  • RTX 5060: 45 Einheiten (3, 5 %)

Geringere Absatzmengen

  • RX 7900 XTX: 30 Einheiten (2, 3 %)
  • ARC B580: 30 Einheiten (2, 3 %)
  • RTX 5090: 30 Einheiten (2, 3 %)
  • RX 7600: 20 Einheiten (1, 5 %)
  • RTX 5060 Ti: 20 Einheiten (1, 5 %)

Die Veränderung im Kaufverhalten der Kunden bei Mindfactory ist bemerkenswert. Noch vor einem Monat verkaufte sich die RTX 5060 Ti in einer Woche über 200 Mal (16 GB und 8 GB).In der darauffolgenden Woche brachen die Verkaufszahlen jedoch drastisch ein, auf nur noch 20 Einheiten, vermutlich hauptsächlich die 8-GB-Variante. Ein Blick auf die GPU-Preise bei Mindfactory verdeutlicht die Gründe für diesen drastischen Wandel.

Es werden drei Grafikkarten gezeigt: eine 16 GB MSI GeForce RTX 5060 Ti Inspire 2X OC GDDR7 zum Preis von 649, 94 €, eine 16 GB Gigabyte

Da die RTX 5060 Ti 16 GB rund 619 Euro kostet, ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Gamer zur RX 9060 XT 16 GB greifen, die für etwa 449 Euro erhältlich ist. Im gleichen Zeitraum wurden fast 230 Einheiten der RX 9060 XT verkauft, was einen deutlichen Nachfragewechsel verdeutlicht. Auf Plattformen wie Amazon UK ist es zunehmend schwierig, eine Grafikkarte unter 700 Pfund zu finden, während die RX 9060 XT weiterhin für etwa die Hälfte dieses Preises erhältlich ist. Dieser Trend unterstreicht NVIDIAs strategischen Kurswechsel angesichts der VRAM-Engpässe.

NVIDIA scheint seine Ressourcen verstärkt auf die GeForce RTX 5080 zu konzentrieren, um eine überragende Gaming-Leistung zu erzielen. Diese Strategie priorisiert offenbar High-End-Karten und vernachlässigt dabei die stetige Verfügbarkeit von günstigeren 16-GB-Modellen. So ist beispielsweise die RTX 5070 Ti aus den Top 10 der meistverkauften GPUs bei Amazon USA gefallen, die RX 9070 XT steht vor ähnlichen Herausforderungen, während sich die RX 9060 XT weiterhin hervorragend verkauft.

Das Bild zeigt eine Palit GeForce RTX 5060 Ti Infinity 3 Grafikkarte mit 16 GB GDDR7-Speicher neben ihrer Verpackung.

Auf Amazon US beginnen die Preise für die RTX 5060 Ti mit 16 GB bei 679 US-Dollar, viele Varianten kosten sogar über 700 US-Dollar. Die RX 9060 XT mit 16 GB hingegen liegt preislich zwischen 399 und 460 US-Dollar, wodurch die NVIDIA-Option aus Budgetsicht weniger attraktiv erscheint. NVIDIA setzt weiterhin auf eine stabile Versorgung mit der RTX 5060 für Einsteiger, während die RTX 5080 den Vorstoß in den High-End-Markt markiert – in beiden Segmenten sind die Preise jedoch im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen.

Quellen & Bilder

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