Die Speicherknappheit wird voraussichtlich mehrere Jahre andauern, ohne dass eine baldige Stabilisierung in Sicht ist. Diese Entwicklung ist auf das anhaltende Versagen der DRAM-Hersteller zurückzuführen, mit der rasant steigenden Nachfrage Schritt zu halten.
DRAM-Hersteller haben Schwierigkeiten, die langfristige Speichernachfrage zu decken
Die Technologiebranche kämpft weiterhin mit anhaltenden Lieferengpässen, eine Situation, die durch das rasante Wachstum von Agentic AI noch verschärft wird. Die erhebliche Nachfrage nach Speicherchips deutet darauf hin, dass eine Entspannung der Lage Jahre dauern könnte.
Eine aktuelle Analyse von Nikkei Asia bestätigt diese Befürchtungen und schätzt, dass DRAM-Anbieter bis Ende 2027 voraussichtlich nur 60 % der weltweiten Nachfrage decken können. Da Rechenzentren immer häufiger werden und zunehmend größere Mengen an DRAM verbrauchen, dürften die Preise weiter steigen, während das Angebot im Einzelhandel weiterhin kritisch niedrig bleibt.
Es ist wahrscheinlich, dass der Mangel an Speicherchips bis etwa 2027 anhalten wird, da die führenden US-amerikanischen und südkoreanischen Anbieter die DRAM-Produktion in einem Tempo steigern, das nur etwa 60 % der Nachfrage decken kann.
via Nikkei Asia
In einer aktuellen Mitteilung gaben YMTC und CXMT Pläne für drei neue Fertigungsanlagen bekannt. Eine Anlage ist bereits in Betrieb, die beiden anderen sollen noch in diesem Jahr folgen. Ziel dieser Erweiterung ist es, die Gesamtproduktion zu verdoppeln.
Trotz dieser Entwicklungen reservieren KI-spezialisierte Unternehmen Berichten zufolge ihre gesamten Jahresvorräte im Voraus. Diese vorausschauende Strategie hat zu akuten Engpässen auf dem Smartphone- und PC-Markt geführt. Darüber hinaus ist der Großteil der neu eingerichteten Produktionslinien auf KI-orientierte Speicherlösungen, insbesondere High Bandwidth Memory (HBM), spezialisiert.

Durch eine strategische Neuausrichtung haben Samsung und seine Partner die Produktion älterer DRAM-Technologien wie DDR3, DDR4 und LPDDR4 reduziert und damit den Marktdruck weiter verschärft. Mehrere Unternehmen, darunter Microns Marke Crucial, haben sich aus dem OEM/PC-Speichersegment zurückgezogen, um lukrativere Bereiche wie HBM und SOCAMM2 zu verfolgen. Gleichzeitig haben chinesische Hersteller die entstandenen Lücken geschlossen.
Laut einem Bericht von Nikkei müssen DRAM-Hersteller ihre jährliche Produktion zwischen 2026 und 2027 um 12 % steigern, um die steigende Nachfrage zu decken. Counterpoint Research zeichnet jedoch ein völlig anderes Bild: Derzeit verbessern sich die Produktionsraten lediglich um 7, 5 %.
Die Erkenntnisse von Counterpoint deuten auf schwierige Zeiten für PC-Hersteller hin, da die Speicherpreise weiter steigen. Frühere Analysen legten nahe, dass sich die Speicherkosten frühestens Ende 2028 normalisieren werden, und die aktuellen Trends bestätigen diese düstere Prognose mit jedem Tag.
Weiterführende Informationen finden Sie auf The Verge.
Quelle: WCCFTech
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