Überraschenderweise hat TrendForce aufgedeckt, dass die Speicherkosten von Smartphones alarmierend schnell steigen und mittlerweile fast die Hälfte der Materialkosten ausmachen. Trotz dieses Trends scheint Apple dank strategischer Kostenmanagementmaßnahmen derzeit relativ gut geschützt zu sein.
Steigende Speicherkosten: Von 10–15 % auf 30–40 % der Stückliste
Laut einem aktuellen Bericht von TrendForce ist der Preis für eine Standard-Speicherkonfiguration von 8 GB RAM und 256 GB internem Speicher im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um fast 200 % gestiegen. Dies entspricht einer fast dreifachen Steigerung gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Durch diesen signifikanten Anstieg haben die Speicherkosten den Anteil der Materialkosten eines Smartphones von üblicherweise 10 bis 15 % auf alarmierende 30 bis 40 % erhöht und nähern sich damit der 50-%-Marke.
Aufgrund dieser steigenden Kosten prognostiziert TrendForce einen Rückgang der Smartphone-Produktion um 10 % gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2026, was etwa 1, 135 Milliarden Einheiten entspricht. Das Szenario könnte sich jedoch verschärfen, mit potenziellen Rückgängen von über 15 % unter ungünstigeren Bedingungen.
Wichtig ist, dass der Bericht hervorhebt, dass „Apple als Marktführer besser gerüstet ist, um steigende Speicherkosten zu bewältigen“.Diese Widerstandsfähigkeit beruht auf Apples höherem Anteil an Premiummodellen und einer Kundenbasis, die eher bereit ist, Preiserhöhungen zu akzeptieren, was die Produktionsaktivitäten stabilisiert.
Aktuelle Einblicke in die Lieferkette von Jeff Pu, Analyst bei GF Securities, zeigen, dass Apple bereits Maßnahmen ergriffen hat, um potenzielle Preiserhöhungen für die kommenden iPhone-18-Modelle abzufedern. Apple plant, die Markteinführung der iPhone-18-Reihe zu staffeln: Die Pro- und Pro-Max-Varianten sollen im Herbst dieses Jahres vorgestellt werden, gefolgt von den günstigeren Modellen iPhone 18 und iPhone 18e im Frühjahr 2027. Diese Strategie zielt darauf ab, den Kostendruck aufgrund der begrenzten DRAM-Verfügbarkeit und der hohen Kosten des fortschrittlichen, auf 2 nm basierenden A20-Chips zu verringern.
Laut GF Securities plant Apple, die Startpreise für das iPhone 18 Pro und Pro Max auf einem Niveau zu halten, das mit dem ihrer Vorgänger, dem iPhone 17, vergleichbar ist. Dies deutet auf einen voraussichtlichen Einführungspreis von rund 1.099 US-Dollar für das iPhone 18 Pro und etwa 1.199 US-Dollar für das Pro Max hin.
TrendForce geht außerdem davon aus, dass „Huawei im schlimmsten Fall die geringsten Auswirkungen auf die Produktion verzeichnen dürfte, was potenziell zu einem Wachstum entgegen dem allgemeinen Branchentrend führen könnte.“ Der Bericht führt diese prognostizierte Widerstandsfähigkeit auf Huaweis starke Markentreue und seine einzigartige Position auf dem chinesischen Markt zurück.
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