In einem kürzlich geführten Gespräch reflektierten Jensen Huang, CEO von NVIDIA, und Lisa Su von AMD über die strategische Entscheidung, mit TSMC als ihrem primären Auftragsfertiger zusammenzuarbeiten – ein Schritt, der zunächst riskant erschien, sich aber letztendlich als vorteilhaft erwiesen hat.
Vertrauen in TSMC: Eine sich entwickelnde Strategie für NVIDIA und AMD
Die KI-Branche steht aktuell vor großen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Lieferkettenengpässe, die die Chip-Produktion behindern. In diesem Kontext geht die Loyalität gegenüber Partnern wie TSMC weit über reine Geschäftsbeziehungen hinaus und umfasst frühzeitigen Zugang zu Produktionsanlagen, beschleunigte Lieferungen und die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von geistigem Eigentum. TSMCs Ansatz spiegelt das Engagement für langfristige Partnerschaften wider, anstatt sich ausschließlich auf kurzfristige Umsatzströme zu konzentrieren. Dieses Ethos ist tief in der Unternehmensgeschichte verwurzelt: Dank der Vision von Gründer Morris Chang entwickelte sich TSMC zu einem ernstzunehmenden Akteur neben Giganten wie Intel und Texas Instruments.

Das Unternehmen ist bekannt für seine schrittweisen und nachhaltigen Preisstrategien und vermeidet abrupte Änderungen, die seine Partner verärgern könnten. Ein Blick zurück auf die bescheidenen Anfänge verdeutlicht TSMCs Engagement für Kundenservice – ein Prinzip, das das Unternehmen auch auf seinem Weg zu einer führenden Position in der Halbleiterindustrie beibehalten hat.
In einem kürzlich geführten Podcast-Interview mit Jodi Shelton erinnerte sich Jensen Huang an sein frühes Versprechen an Morris Chang, dass NVIDIA trotz anfänglicher Rückschläge mit Technologien wie dem 28-nm-Prozess zum größten Kunden von TSMC werden würde. Huang betonte diese Beziehung mit folgenden Worten:
Jodi Shelton : Ich erinnere mich, dass Morris Chang eine ähnliche Geschichte erzählt, als er Sie zum ersten Mal traf. Sie sagten sofort: „Ich werde Ihr größter Kunde oder einer Ihrer größten Kunden sein.“ Und er meinte: „Wow, das ist eine Menge Mut.“ Woher kam dieses Selbstvertrauen in so jungen Jahren?
Jensen Huang : Übrigens wird Morris erfreut sein zu erfahren, dass Nvidia jetzt der größte Kunde von TSMC ist.
Abseits des Hypes um Hochleistungsrechner und künstliche Intelligenz ist NVIDIAs beeindruckende Bewertung von 5 Billionen US-Dollar eng mit der soliden Partnerschaft mit TSMC verknüpft, die dem Unternehmen einen Exklusivstatus sichert. Berichten zufolge erhält NVIDIA dank strategisch ausgehandelter Langzeitverträge eine beträchtliche Chip-Lieferung von TSMC. Dies verdeutlicht, wie der Aufbau sinnvoller Beziehungen erhebliche langfristige Vorteile bringen kann – ein Prinzip, das der Erfolg von NVIDIA beispielhaft beweist.

Auch AMD vollzog einen bedeutenden Wandel, indem das Unternehmen nach dem Betrieb eines eigenen Fertigungsnetzwerks, aus dem später GlobalFoundries hervorging, nun mit TSMC zusammenarbeitet. Lisa Su bestätigte im Gespräch mit Jodi Shelton, dass das Vertrauen in TSMC „eine der wichtigsten Entscheidungen“ gewesen sei, die sich ausgezahlt habe, da sie AMD geholfen habe, seine Marktpräsenz im Client- und Serverbereich auszubauen.
Eine weitere wichtige Entscheidung war, unsere Beziehung zu GlobalFoundries grundlegend zu verändern und TSMC als unseren führenden Fertigungspartner zu wählen.
– Lisa Su, CEO von AMD
TSMCs zentrale Rolle in der KI-Lieferkette ist unbestreitbar. Als führender Halbleiterhersteller genießt das Unternehmen weiterhin die Treue von Branchengrößen wie NVIDIA und AMD, selbst angesichts aufkommender Alternativen. Der historische Kontext ihrer Zusammenarbeit unterstreicht, dass die Erfolge von NVIDIA und AMD im Bereich KI und Computing ohne TSMC nicht in gleichem Maße erzielt worden wären.
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