Activision belebt Call of Duty-Filmprojekt mit neuem Team wieder
Vor fast zehn Jahren begann Activision mit der Entwicklung eines Call-of-Duty -Films, doch dieses Vorhaben kam bald zum Erliegen und ließ die Fans ohne filmische Adaption der legendären Militär-Shooter-Reihe zurück. Nun, viele Jahre später, lässt Activision das Projekt in Zusammenarbeit mit Taylor Sheridan, dem Co-Schöpfer von Yellowstone, und Regisseur Pete Berg, bekannt für seine Arbeit an Battleship, wieder aufleben. Der mit Spannung erwartete Film soll am 30. Juni 2028 in die Kinos kommen.
Rob Kostich, Präsident von Activision und Produzent des Films, bekräftigte im Rahmen einer Präsentation auf der CinemaCon sein Engagement für die Authentizität des Films. Er betonte die Bedeutung des Storytellings und sagte: „Ich habe allen gesagt, dass wir nur einen Film machen, wenn er stimmt. Mit David Ellison haben wir den richtigen Partner gefunden… Wir wollen sicherstellen, dass die Authentizität auf menschlicher Ebene eingefangen wird, damit sie sich wirklich real anfühlt und eine epische Dimension erhält“, berichtete Eurogamer.
Das Filmprojekt, das letztes Jahr erstmals bestätigt wurde, gewann nur einen Monat später an Fahrt, als bekannt wurde, dass Sheridan das Drehbuch schreiben und Berg Regie führen würde. Mit dem näher rückenden Kinostart bleiben zahlreiche Fragen zur erzählerischen Ausrichtung des Films offen. Obwohl sich die Call-of-Duty -Reihe ihrer „Authentizität“ rühmt, argumentieren viele Kritiker, dass ihre Darstellung realistischer Kriegsführung oft eher an Arcade-Unterhaltung als an eine authentische militärische Darstellung erinnert.
Call of Duty zeichnet sich im Kern durch sein rasantes Arcade-Shooter-Gameplay und seine realistische Waffendarstellung aus. Die Storys der Spiele waren in der Vergangenheit eher oberflächlich und bedienten sich bekannter Actionfilm-Motive, die in der Blütezeit des Spiels bei vielen jungen Spielern Anklang fanden. Den Geschichten eine tiefere Bedeutung beizumessen, wäre daher wohl zu optimistisch.
Trotz dieser Bedenken erscheint ein erfolgreicher Kinoerfolg wahrscheinlich. Die jüngsten Erfolge von Verfilmungen wie „ Super Mario Bros.– Der Film“ und „Super Mario Galaxy – Der Film“ zeigen, dass filmische Interpretationen von Videospielen beträchtliche Gewinne erzielen können, selbst wenn sie künstlerisch nicht hochgelobt werden. Der erste Super-Mario-Film spielte über eine Milliarde Dollar ein und schuf damit einen Präzedenzfall, dem der „ Call of Duty “-Film folgen könnte.
Sollte dieser Film ein solides B-Movie-Action-Erlebnis bieten, könnte er die Erwartungen des Publikums hinsichtlich Qualität und Einspielergebnis übertreffen. Der Erfolg dürfte jedoch davon abhängen, ein älteres Publikum anzusprechen, da es für jüngere Fans schwierig sein könnte, ihre Eltern für einen Actionfilm zu begeistern, der nicht speziell für Kinder konzipiert ist.
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