Das November-2025-Update für Windows 11 hat ein komplett überarbeitetes Startmenü eingeführt, das nun die bisher individuellste Version bietet. Beim Drücken der Windows-Taste fällt auf, dass das Startmenü einen großen Teil des Bildschirms einnimmt.
Das Startmenü ist deutlich größer geworden und nimmt nun etwa 90 % der vertikalen Bildschirmfläche ein – zuvor waren es 50 bis 60 %.Diese Änderung geht mit einer Neugestaltung einher, die eine vollständige App-Liste auf einer einzigen Seite integriert. Nutzer mit aktivierter Telefonverbindung können das Startmenü sogar im gesamten Bildschirm nutzen.
Wenn Sie mit dem Update KB5068861 auf Windows 11 aktualisiert haben und das Startmenü noch nicht verändert ist, liegt das möglicherweise an der schrittweisen Einführung dieser Funktion. Falls Ihnen das vorherige Design lieber ist, sollten Sie es beibehalten, solange es noch verfügbar ist, da eine Rückkehr zum alten Design nach dem Update nicht möglich ist.
Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten im Startmenü
Mit dem November-Update wurde das Startmenü benutzerfreundlicher gestaltet, was bei Nutzern, die Veränderungen eher skeptisch gegenüberstehen, gemischte Gefühle hervorruft. Dennoch ist es Microsoft gelungen, einen übersichtlichen Bereich zu schaffen, in dem angeheftete Apps, Empfehlungen und die gesamte App-Bibliothek übersichtlich nebeneinander angeordnet sind, ohne dass zwischen verschiedenen Bereichen gewechselt werden muss.

Nach dem Update ist die Standardansicht nun kategorisiert und sortiert Anwendungen in Bereiche wie Produktivität, Unterhaltung und Dienstprogramme. Nutzer können eine Rasteransicht wählen, ähnlich den App-Symbolen unter Android und iOS, die jedoch oft Lücken aufweist und daher ineffizient wirkt. Die klassische Listenansicht ist weiterhin verfügbar. Eine weitere bemerkenswerte Verbesserung ermöglicht es Nutzern, den Bereich „Empfohlen“ auszublenden, wodurch das Startmenü kompakter und benutzerfreundlicher wird.
Bei Verwendung auf größeren Bildschirmen erweitert sich das Startmenü automatisch und zeigt je nach Bildschirmgröße und -auflösung zusätzliche angeheftete Anwendungen und Empfehlungen an. Die Praxis zeigt jedoch, dass viele Nutzer die erwartete Kompaktheit möglicherweise nicht erleben.
Speicherplatzbedarf des neuen Startmenüs
Auf einem 14-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln wirkt der neue Startbildschirm überdimensioniert und nimmt fast 90 % des vertikalen Platzes ein. Die folgende Abbildung zeigt, wie er bei einer Skalierung von 100 % aussieht:

Es ist offensichtlich, dass das Startmenü übermäßig viel vertikalen Platz einnimmt. Zwar trägt der Bereich „Empfohlen“ dazu bei, doch dessen Deaktivierung verringert die Gesamtgröße des Startmenüs nicht wesentlich.

Manche Nutzer vermuten, dass das Entfernen einer Reihe angehefteter Apps zu einem kompakteren Startmenü führen würde. Doch selbst mit einer Reihe weniger bleibt die Gesamthöhe unverändert, wodurch am unteren Rand der Ansicht „Alle Apps“ oft unnötiger weißer Platz entsteht.

Das Umschalten der Ansicht auf Liste oder Raster hat ebenfalls keinen Einfluss auf die Höhe des Startmenüs, entgegen den Behauptungen von Microsoft, dass eine dynamische Anpassung an die Bildschirmgröße erfolge.


Dieses Problem wird noch deutlicher für Benutzer, die die Mobilgerätefunktion im Startmenü aktivieren, wodurch die Bildschirmpräsenz weiter vergrößert wird.

Nutzer, die eine größere Schriftgröße für eine bessere Lesbarkeit bevorzugen, könnten feststellen, dass das Startmenü noch größer wird, wenn sie ihre Einstellungen auf 125 % skalieren, wodurch der verfügbare Bildschirmplatz weiter verringert wird.

Bei Nutzern mit 720p-Bildschirmen, die in 100%iger Skalierung angezeigt werden, reicht das Startmenü fast bis zum oberen Bildschirmrand, was seine aufdringliche Größe verdeutlicht.

Umgekehrt könnten Nutzer mit 4K-Displays ein kleineres Startmenü als Vorteil empfinden, insbesondere bei einer Skalierung von 150 %.Allerdings kann das Lesen von Text auf einem 14-Zoll-Display in dieser Skalierung eine Herausforderung darstellen.

Für eine optimale Benutzerfreundlichkeit kann eine Skalierung auf 175 % zu einem angenehmeren Erlebnis auf einem 14-Zoll-4K-Bildschirm führen, wodurch die sichtbaren Abmessungen des Startmenüs minimiert werden.

Zur Erinnerung: Werfen Sie einen Blick auf die vorherige Version des Startmenüs:

Offensichtlich nutzte die ältere Version des Startmenüs den Speicherplatz effizienter. Doch auch damals führte das Entfernen empfohlener Inhalte oft zu ungenutztem Speicherplatz.
Während Sie sich an die neuesten Updates gewöhnen, experimentieren Sie mit Ihren Anzeigeeinstellungen unter „Einstellungen “ > „Anzeige“ > „Skalierung“. Maximieren Sie Ihre Auflösung für optimale Leistung und passen Sie die Textgröße unter „Einstellungen“ > „Bedienungshilfen“ > „Textgröße“ an. So können Sie das Startmenü individueller nutzen.
Interessanterweise ermöglichte Windows 10 den Benutzern, das Startmenü einfach in der Größe zu ändern – eine Funktion, die viele Benutzer in Windows 11 vermissen.
Vergleich der Startmenüs von Windows 10 und Windows 11
In Windows 10 konnten Benutzer die Größe des Startmenüs einfach durch Ziehen an den Rändern ändern, was ein Maß an Personalisierung bot, das viele ansprechend fanden.
Diese Flexibilität bei der Größenanpassung war ein bedeutender Vorteil. Zudem erlaubte Windows 10 die Positionierung der Taskleiste an jeder beliebigen Bildschirmseite, was die individuelle Anpassungsmöglichkeiten für den Benutzer verbesserte.

Die Möglichkeit, die Taskleiste vertikal zu verschieben, war ein vielgefragtes Feature für Windows 11. Prominente Persönlichkeiten wie der Fortnite-Schöpfer Tim Sweeney haben sich für deren Wiedereinführung ausgesprochen.
Microsofts Fokus hat sich jedoch auf die Integration weiterer Funktionen in die Taskleiste verlagert, wie beispielsweise den kürzlich vorgestellten Agentenmodus. Folglich scheint die Anpassung der Positionierung von Taskleiste und Startmenü eine geringere Priorität zu haben.
So kompliziert die Entwicklung eines kompakteren Startmenüs auch erscheinen mag, ist klar, dass die Implementierung dieser Funktionalität für Microsoft keine unmittelbare Priorität hat, möglicherweise aufgrund ihrer Komplexität.
Trotz einiger Schwächen schätzen die Nutzer die erweiterten Anpassungsmöglichkeiten des neuen Startmenüs. Der beträchtliche Platzbedarf lässt jedoch Raum für Verbesserungen.
Das Update vom November 2025 wurde, wenn auch schrittweise, an alle Nutzer ausgerollt. Empfinden Sie die vergrößerte Startmenü-Ansicht beim Update Ihres PCs als störend? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren unten mit.
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