Einer aktuellen Analyse von Daishin Securities zufolge nutzt Apple den derzeitigen Speichermangel auf dem Markt als strategischen Vorteil gegenüber seinen Wettbewerbern. Dieser Ansatz stärkt nicht nur Apples Position in der Lieferkette, sondern dient auch als Wettbewerbsbarriere gegen aufstrebende Konkurrenten.
Apple nutzt Speicherknappheit zur Stabilisierung der Marktposition
Anfang April deuteten Berichte darauf hin, dass Apple aggressiv alle verfügbaren mobilen DRAM-Speicher aufkaufte und damit seine Konkurrenten durch den eingeschränkten Zugang zu diesen essenziellen Speicherchips effektiv aus dem Markt drängte. Ziel dieser Strategie ist es, die eigenen Absatzziele zu erreichen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit einzuschränken.
Der Analyst Hyung-Geun Ryu von Daishin Securities veröffentlichte heute einen Speicherbericht mit signifikanten Alpha-Werten. Wichtigste Erkenntnisse: 1. Apple nutzt die Speicherknappheit inmitten des stagnierenden Wachstums auf dem nordamerikanischen Markt. Wie ich bereits erwähnt habe, schätzt Daishin Securities, dass…
– Jukan (@jukan05) 15. April 2026
Die Ergebnisse von Daishin Securities bestätigen frühere Spekulationen über Apples strategische Bevorratung mit Speicherressourcen. Diese Taktik dient nicht nur der Aufrechterhaltung wettbewerbsfähiger Preise, sondern steht auch im Einklang mit Apples Ziel, die prognostizierten iPhone-Absatzzahlen auf realistische 240 Millionen Einheiten zu erhöhen.
Darüber hinaus hat diese Anhäufung von mobilem DRAM bei den chinesischen Originalgeräteherstellern (OEMs) ein Gefühl der Dringlichkeit hervorgerufen, was sie dazu veranlasst hat, eigene Lagerbestände aufzubauen und so den bestehenden Speichermangel auf dem Markt zu verschärfen.
Ming-Chi Kuo, ein prominenter Analyst bei TF Securities, hat diese Strategie maßgeblich mitgestaltet. Bereits im Januar 2026 riet Kuo Apple, die Turbulenzen auf dem Speichermarkt zu nutzen, indem das Unternehmen die hohen Speicherchip-Kosten selbst tragen könne. Seine Empfehlung lautete, auf einen Teil der Gewinnmargen zu verzichten, um die Preise für Apples umfangreiches Produktsortiment zu stabilisieren.
Apples Strategie, Speicherplatz zu horten und gleichzeitig die Produktpreise stabil zu halten, hat sich kürzlich ausgezahlt, als Microsoft erhebliche Preiserhöhungen für seine Surface-Laptops ankündigte. Dadurch sind Apples MacBooks nun wettbewerbsfähiger.
Beispielsweise liegt der Basispreis des 12-Zoll-Surface Pro jetzt bei 1.049 US-Dollar, im Vergleich zu Apples 13-Zoll-M4-MacBook Air, das 999 US-Dollar kostet. Zum Vergleich: Die Surface-Variante war zuvor bereits ab 799 US-Dollar erhältlich.
Ein deutlich größerer Preisunterschied zeigt sich beim 15-Zoll-Surface-Laptop mit 64 GB RAM, Snapdragon X Elite SoC und 1 TB SSD, der jetzt 3.649 US-Dollar kostet. Im Vergleich dazu ist Apples 16-Zoll-MacBook Pro M5 Pro mit ähnlicher Ausstattung bereits ab 3.299 US-Dollar erhältlich.
Dieses strategische Manöver angesichts von Speicherengpässen festigt nicht nur Apples Marktanteil, sondern stärkt auch seine Wettbewerbsfähigkeit angesichts steigender Kosten und sich wandelnder Verbraucheransprüche.