Bungie beendet Rechtsstreit um Urheberrechtsansprüche bezüglich Destiny 2
In einer bedeutenden Entwicklung hat Bungie einen Rechtsstreit mit dem Autor Matthew Kelsey Martineau beigelegt, der zuvor behauptet hatte, das Studio habe Elemente aus seinem Werk für die Erzählung der Kampagne „Roter Krieg“ und der Roten Legion in Destiny 2 verwendet. Martineaus Anschuldigungen basierten auf Inhalten, die er zwischen 2013 und 2014 auf WordPress veröffentlicht hatte.
Martineau reichte letztes Jahr Klage gegen Bungie wegen Urheberrechtsverletzung ein. Auf den ersten Blick schien es ein klarer Fall für Bungie zu sein, die Klage abzuweisen. In ihrem Antrag auf Klageabweisung argumentierte Bungie, Martineau habe nicht überzeugend dargelegt, dass das Unternehmen Elemente aus seinem Werk kopiert habe, die als originell galten. Die Klage belege keine tatsächliche Kopie, und die angeführten Werke seien nach rechtlichen Maßstäben nicht wesentlich ähnlich.
Der Fall nahm jedoch eine Wendung, als Richterin Susie Morgan die Klage nicht abwies. Kernpunkt war Bungies Unfähigkeit, direkte Beweise aus der Destiny-2-Kampagne „Roter Krieg“ vorzulegen, da diese Inhalte entfernt worden waren. Da sie nicht mehr öffentlich zugänglich und mit dem aktualisierten Framework von Destiny 2 inkompatibel waren, stellte dies das Studio vor eine erhebliche Herausforderung.
Um ihre Verteidigung zu untermauern, stützte sich Bungie auf archiviertes Gameplay-Material und Inhalte der Destinypedia. Richter Morgan wies die Verwendung dieses Materials jedoch zurück und erklärte: „Der Kläger erwähnt zwar Destiny 2 in seiner Klage, geht aber nicht auf die YouTube-Videos mit Destiny-2-Spielmaterial, die Destinypedia-Seiten oder die Erklärung von Tyson ein.“
Da die Klageabweisung scheiterte, ging der Fall in eine verlängerte Beweisaufnahmephase über, wodurch Martineau die Möglichkeit erhielt, seine Behauptungen zu untermauern. Wie The Game Post berichtete, erzielten Bungie und Martineau schließlich eine Einigung.
Aus den Gerichtsakten ging hervor, dass „vor dem unterzeichneten Richter eine Vergleichsverhandlung stattfand; die Verhandlungen verliefen erfolgreich und führten zur Beilegung aller Ansprüche.“ Das Gericht würdigte die Bemühungen beider Parteien um diese einvernehmliche Lösung.
Die Einzelheiten der Einigung, einschließlich einer möglichen finanziellen Entschädigung für Martineau, bleiben zwar geheim, das Gericht hat den Fall jedoch als abgeschlossen betrachtet – vorausgesetzt, beide Parteien halten sich innerhalb der folgenden 60 Tage an die Einigungsbedingungen. Diese Frist ermöglicht es beiden Seiten, den Fall bei Bedarf wieder aufzunehmen.
Diese Lösung könnte Bungie etwas Erleichterung verschaffen, während das Unternehmen mit anhaltenden Herausforderungen zu kämpfen hat, darunter die Berichten zufolge schlechten Verkaufszahlen von Destiny 2.
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