Das Startmenü von Windows 11 dient als schneller lokaler Startbildschirm. Viele Nutzer stellen jedoch fest, dass sie nach Eingabe eines Suchbegriffs oft zu einer langsamen Bing-Suche weitergeleitet werden, die Suchvorschläge und Online-Ergebnisse anzeigt und somit die Effizienz beeinträchtigt. Glücklicherweise lassen sich diese Bing-Suchergebnisse durch einige Anpassungen aus dem Startmenü entfernen.
Die standardmäßige Websuche-Integration von Windows 11 verstehen
Die Suchfunktion von Windows 11 ist so konzipiert, dass sie den Zugriff auf lokale Dateien mit der Online-Informationssuche verbindet. Diese Kombination soll sofortige Antworten liefern – beispielsweise aktuelle Wetterinformationen oder Börsenkurse – ohne dass ein separater Browser erforderlich ist. Trotz des beabsichtigten Komforts kann diese Webintegration den Suchvorgang erheblich verlangsamen, die Benutzeroberfläche mit irrelevanten Trendnachrichten überladen und möglicherweise Datenschutzprobleme aufwerfen.
Durch Deaktivieren der Websuche lässt sich die Reaktionsfähigkeit des Startmenüs deutlich verbessern. Da keine Serverantworten mehr abgewartet oder Webseiten-Miniaturansichten geladen werden müssen, greifen Sie wesentlich schneller auf lokale Dokumente und Anwendungen zu.
Deaktivieren der Websuche über den Registrierungseditor
Unter Windows 11 haben Benutzer bestimmter Editionen keinen Zugriff auf Gruppenrichtlinienanpassungen. Als Alternative können Sie den Registrierungs-Editor verwenden, der für alle Windows-Versionen verfügbar ist.
Starten Sie zunächst den Registrierungs-Editor und navigieren Sie zu folgendem Pfad. Sie können ihn direkt in die Adressleiste kopieren und einfügen:
HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows

Suchen Sie im Windows -Verzeichnis nach einem Ordner namens „Explorer“. Falls dieser fehlt, können Sie ihn erstellen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf „Windows“ klicken, „Neu“ und anschließend „Schlüssel“ auswählen. Benennen Sie den neuen Ordner „ Explorer“.
Klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf den Explorer- Ordner und wählen Sie Neu → DWORD-Wert (32-Bit).

Benennen Sie diesen neuen Wert DisableSearchBoxSuggestions.

Doppelklicken Sie auf diesen neu erstellten Wert und stellen Sie die Wertdaten auf 1 ein. Achten Sie darauf, dass als Basis Hexadezimal ausgewählt ist.

Starten Sie Ihren Computer neu, damit die Änderungen wirksam werden.
Auswirkungen der Deaktivierung der Websuche
Sie können beruhigt sein, das Deaktivieren der Websuche hat keine negativen Auswirkungen auf Ihr System. Diese Änderung verhindert lediglich, dass die Suchoberfläche auf Online-Inhalte zugreift. Wenn Sie nach einem Begriff suchen, der auf Ihrem Computer nicht vorhanden ist, zeigt Windows „ Keine Ergebnisse gefunden“ an, anstatt die Suche an Bing weiterzuleiten.
Beachten Sie jedoch, dass Sie durch die Deaktivierung dieser Funktion die Möglichkeit verlieren, direkt über das Startmenü auf Funktionen wie die schnelle Umrechnung von Einheiten oder die Wetterabfrage zuzugreifen.
Eine Alternative: Alles nutzen
Wenn Ihnen die Vorstellung, Systemeinstellungen zu ändern, zu kompliziert erscheint oder wenn Sie zwar gelegentlich die Websuche nutzen, aber die Dateisuche optimieren möchten, sollten Sie die Verwendung eines anderen Tools in Betracht ziehen.
Everything ist eine kompakte Suchanwendung, die Ihr Dateisystem permanent überwacht. Im Gegensatz zum Windows-Startmenü indiziert sie alle Ihre Dateien sofort und benötigt keine Internetverbindung.
Um Everything als Ersatz für Ihr Startmenü zu konfigurieren, laden Sie das Programm herunter und installieren Sie es.Öffnen Sie nach der Installation die Anwendung und navigieren Sie zu Extras → Optionen → Allgemein → Tastatur.

Weisen Sie der Tastenkombination für das neue Fenster eine passende Kombination zu, z. B.Alt+ Space, und klicken Sie auf Anwenden.

Navigieren Sie anschließend im Seitenmenü zum Abschnitt „Ergebnisse“ und aktivieren Sie die Option „Fenster bei Ausführung schließen“. Klicken Sie nach diesen Anpassungen auf „Anwenden“ und dann auf „OK“, um Ihre Einstellungen zu speichern.

Mit dieser Konfiguration ist der Zugriff auf Dateien so einfach wie das Drücken von Alt+ Space, die Eingabe der Suchanfrage und das Bestätigen mit Enter. Das Fenster öffnet sich sofort, ruft die gewünschte Datei ab und schließt sich nach dem Öffnen automatisch wieder. Dadurch wird die Funktionalität des Startmenüs ohne Internetverbindung nachgebildet.
So können Sie beispielsweise schnell nach Bildern suchen, indem Sie *.jpg size:>5mb eingeben, um alle Fotos auf Ihrem Gerät zu finden, die größer als 5 MB sind – eine Aufgabe, die das herkömmliche Startmenü nur schwer bewältigen kann.
Die beste Option für Ihre Bedürfnisse auswählen
Die optimale Lösung hängt davon ab, welche Aspekte der Windows 11-Suchfunktion Sie am meisten stören. Wenn Ihr Hauptziel darin besteht, dass das Startmenü ausschließlich lokale Suchergebnisse anzeigt, ist das Deaktivieren der Websuche die effektivste Maßnahme.
Wenn Sie hingegen vor allem langsame oder ungenaue Dateisuchen bemängeln, bietet Everything möglicherweise eine bessere Benutzererfahrung. Diese Alternative behebt nicht nur Datenschutzprobleme bei Websuchen, sondern stellt Ihnen auch eine leistungsfähigere Suchmaschine zur Verfügung als das Startmenü von Windows 11.
Darüber hinaus bietet der Registry-Editor neben der Deaktivierung der Websuche weitere Anpassungsmöglichkeiten, darunter Anpassungen des Sperrbildschirms und Verbesserungen für Gamer, die sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen.
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