Jüngsten Berichten zufolge investiert Apple erheblich in den Einsatz von Claude AI in seinen internen Abläufen und implementiert sogar ein System, das Teams für eine geringe Nutzung von KI-Token bestraft.
Apples Investition in Claude AI für interne Teams
Ein Freund bei Apple erzählte mir, dass sein Team in den letzten Wochen Zugang zu Claude mit einem symbolischen Budget von 300 US-Dollar pro Tag erhalten hat. Das ist globales Sourcing im Business-Bereich, nicht im Engineering-Bereich. Ich höre außerdem, dass die Führungsebene bei Anfragen von Direktoren nach Ersatzkräften fragt, was…
— Midnight Capital LLC (@Midnight_Captl) 13. April 2026
Laut Insiderberichten wurde Apples globalen Beschaffungsteams im Bereich Geschäftsentwicklung ein tägliches Budget von rund 300 US-Dollar in Form von Claude-AI-Token zugewiesen. Diese Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Steigerung der Produktivität und zur Förderung einer tieferen Integration von KI in die Arbeitsabläufe.
Darüber hinaus hat sich der Genehmigungsprozess für die Besetzung von Nachbesetzungsstellen weiterentwickelt, wobei das obere Management die KI-Nutzung der Teams zunehmend genauer unter die Lupe nimmt. Sollten Teams ihre Token-Verbrauchsziele nicht erreichen, werden ihre Anträge auf zusätzliche Unterstützung möglicherweise genauer geprüft und gegebenenfalls abgelehnt.
Um diesen Budgetansatz einzuordnen, ist bemerkenswert, dass Claude AI laut Anthropic typischerweise Kosten zwischen 100 und 200 US-Dollar pro Entwickler und Monat bei der Nutzung der Sonnet 4.6-Plattform verursacht. Diese Daten unterstreichen Apples Engagement für die Förderung des KI-Einsatzes innerhalb der Belegschaft.
KI-Strategie für Endverbraucher und die Überarbeitung von Siri
Parallel zu diesen internen Änderungen will Apple seine KI-Funktionen für Endkunden verbessern, insbesondere durch eine optimierte Version von Siri. Jüngsten Informationen zufolge wird der neue Siri-Chatbot auf Googles TPUs und Cloud-Infrastruktur laufen, jedoch unter der Blockchain von Apples Datenschutzprotokollen. Diese Zusammenarbeit soll die Funktionalität von Siri stärken und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer wahren.
Laut Informationen von Mark Gurman (Bloomberg) wird die überarbeitete Siri in Apples Softwaresysteme integriert und nutzt Nutzerdaten, um Aktionen in Apps, Websuchen, die Erstellung von Inhalten – einschließlich Bildern – und die Unterstützung beim Programmieren zu ermöglichen. Die KI wird außerdem in der Lage sein, verschiedene Arten von Informationen zusammenzufassen und zu analysieren sowie Datei-Uploads zu verwalten.
Zu den bemerkenswerten Funktionen gehört Siris Fähigkeit, aktive Fenster und Bildschirminhalte anzuzeigen, Geräteeinstellungen anzupassen und mehrere Anfragen gleichzeitig zu bearbeiten. Dadurch wird Siri auf ein fortschrittlicheres Modell angehoben, das intern als Apple Foundation Models Version 11 bezeichnet wird und deutlich besser als die aktuelle Version sein soll. Es soll mit Googles Gemini 3 konkurrieren können.
Darüber hinaus wird der Funktionsumfang von Siri mit der Einführung einer eigenen App in iOS 27 über Sprachbefehle hinaus erweitert. Diese App erfasst alle Interaktionen zwischen dem Nutzer und Siri und bietet eine „Erweiterungs“-Funktion, die KI-Agenten von Drittanbietern wie ChatGPT von OpenAI und Claude von Anthropic integriert. Nutzer finden im App Store außerdem einen neuen Bereich zum Herunterladen unterstützter KI-Agenten von Drittanbietern.
Nutzer können Siri weiterhin per Sprachbefehl oder über den Ein-/Ausschalter des Geräts aktivieren. Apple testet jedoch eine neue Benutzeroberfläche, die in die Dynamic Island integriert ist. Ziel dieser Initiative ist es, die Funktionen von Siri mit der Spotlight-Suche zu vereinen und so eine einheitliche Suchoberfläche zu schaffen, die Siri-Vorschläge für Apps, Termine und KI-gestützte Empfehlungen für Einstellungsänderungen anzeigt.
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