
Die 2021 eingeführte App Tracking Transparency (ATT)-Funktion von Apple bietet iPhone- und iPad-Nutzern die Möglichkeit, zu steuern, welche Anwendungen ihre Aktivitäten überwachen. Diese Änderung hat zwar die Menge an zielgerichteter Werbung, die Verbraucher erhalten, deutlich reduziert, gleichzeitig aber auch zu Frustrationen bei Werbetreibenden geführt. Zahlreiche Unternehmen, die zuvor auf dieses zielgerichtete Marketing gesetzt hatten, äußern Bedenken hinsichtlich der gestiegenen Kosten für Werbung auf Apples Plattformen. Die Situation hat die Aufsichtsbehörden auf den Prüfstand gestellt und zu einer bemerkenswerten Geldstrafe von 162 Millionen US-Dollar geführt, die eine französische Behörde gegen Apple verhängt hat. Dies stellt einen bedeutenden Entwicklungsschritt in den laufenden Diskussionen um ATT dar.
Haltung der französischen Regulierungsbehörde zur ATT-Strafe gegen Apple
Bemerkenswert an dieser Geldstrafe ist, dass die französische Wettbewerbsbehörde keine Änderungen an Apples ATT-Rahmenwerk angeordnet hat. In einer kürzlichen Pressekonferenz teilte Benoit Coeuré, Chef der französischen Regulierungsbehörde, Erkenntnisse, die Reuters berichtete. Er deutete an, dass die Behörde keine unmittelbaren Gegenreaktionen von US-Politikern wie dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump erwartet. Trump hatte zuvor mit Strafen gegen EU-Länder gedroht, die Geldbußen gegen amerikanische Unternehmen verhängen.
Wir wenden das Wettbewerbsrecht unpolitisch an. Was wir jedoch gehört haben, ist, dass die US-Behörden beabsichtigen, das Kartellrecht auf die großen digitalen Plattformen genauso streng anzuwenden wie ihre Vorgänger. In Bezug auf das Kartellrecht sehe ich daher keine Kontroversen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa darüber, wie wir das Gesetz anwenden.
Apple reagierte enttäuscht auf die Entscheidung, stellte aber klar, dass die französische Wettbewerbsbehörde das Unternehmen weder zu Änderungen am ATT-Tool gedrängt noch Alternativen zur Reduzierung der verhängten Geldbuße angeboten habe. Dies lässt darauf schließen, dass Apple einen langen Weg vor sich hat, die Vorschriften einzuhalten, insbesondere da das Unternehmen auf Berichte von Regulierungsbehörden in mehreren Ländern wartet, darunter Deutschland, Italien, Polen und Rumänien, die ebenfalls die Auswirkungen des ATT prüfen.
Da die französische Wettbewerbsbehörde keine sofortigen Anpassungen gefordert hat, ist es wahrscheinlich, dass diese Geldbuße immer wieder auftauchen könnte. Leser können mit Updates rechnen, sobald Änderungen am ATT-Tool vorgenommen werden. Bleiben Sie dran für weitere Entwicklungen zu diesem Thema.
Weitere Informationen finden Sie im Bericht von Bloomberg.
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