Android-Smartphone ermöglicht jetzt das Sperren eines Windows 11-PCs über eine Verbindung zu Windows

Android-Smartphone ermöglicht jetzt das Sperren eines Windows 11-PCs über eine Verbindung zu Windows

Microsoft hat die „Link to Windows“ -App für Android kürzlich um eine Fernsperrfunktion erweitert, mit der Nutzer ihre Windows-11-PCs direkt von ihren Mobilgeräten aus sichern können. Das Update umfasst außerdem Aktivitätsverfolgung und verbesserte Optionen zum Teilen von Dateien, bietet aber weiterhin nicht die Möglichkeit, Computer aus der Ferne zu entsperren.

Die Aktualisierungen kommen vor allem Nutzern zugute, die die „Link to Windows“-App zusammen mit der Phone-Link-Integration unter Windows 11 verwenden. Dadurch lassen sich Computerfunktionen einfacher von einem Android-Gerät aus steuern. Nach dem Update steht Nutzern eine neue Schaltfläche „PC sperren“ zur Verfügung, mit der sie ihr System sperren können, ohne physisch anwesend zu sein.

Wichtig ist, dass die Fernsperrfunktion nur in eine Richtung funktioniert; es gibt derzeit keinen Mechanismus zum Entsperren eines PCs über die App, und Microsoft hat auch keine Pläne zur Implementierung dieser Funktion angekündigt.

Wichtigste Verbesserungen in Link to Windows

Das neueste Update führt mehrere bemerkenswerte Funktionen ein:

  • Fernsperre: Führt eine Funktion ein, mit der Benutzer ihre Windows 11-Systeme aus der Ferne sperren können.
  • Überarbeitete Benutzeroberfläche: Bietet ein übersichtlicheres und intuitiveres Navigationserlebnis.
  • Aktivitätsverfolgung: Zeigt eine Zusammenfassung der letzten Dateiübertragungen, geteilten Bilder und kopierten Texte zwischen Geräten an.
  • Erweiterte Dateifreigabe: Unterstützt Dateiübertragungen vom PC zum Telefon und umgekehrt, wodurch bisherige Einschränkungen aufgehoben werden.

Bisher ermöglichte Link to Windows nur die Übertragung von Dateien vom PC auf Android-Geräte, diese Einschränkung wurde nun aber behoben.

Laut Windows Latest wurden diese Funktionen nach einem Update am 8. Dezember, das die App auf Version 1.25102.140.0 aktualisierte, allgemein verfügbar. Einige Benutzer erhielten bereits im Juli frühzeitigen Zugriff, obwohl die Einführung zunächst begrenzt war.

Wer kann auf diese Funktionen zugreifen?

Die neu hinzugefügten Funktionen stehen Android-Nutzern zur Verfügung, die:

  • Wir verwenden Windows 11.
  • Sie haben Phone Link auf ihrem Windows-PC aktiviert.
  • Sie haben die Link to Windows-App auf ihrem Android-Gerät installiert.

iOS-Nutzer können zwar auch Link to Windows herunterladen, ihre Möglichkeiten sind jedoch eingeschränkt. Die erweiterten Fernsperr- und umfassenden Freigabefunktionen sind exklusiv für Android-Nutzer.

Die Gerätekompatibilität kann variieren, da einige Samsung-Geräte zusätzliche Funktionen wie automatische Hotspot-Verbindungen über die Windows 11-Netzwerkschnittstelle bieten. Die Fernsperrfunktion sollte jedoch unabhängig vom Hersteller funktionieren.

Bedeutung der Fernverriegelungsfunktion

Die Einführung der Fernsperrfunktion bietet eine wertvolle zusätzliche Sicherheitsebene, insbesondere für Nutzer in gemeinsam genutzten oder öffentlichen Räumen. Diese Funktion dient als schnelle Möglichkeit, einen PC zu schützen, der möglicherweise ungeschützt war, als der Nutzer den Raum verließ.

Windows verfügt bereits über die Funktion „Dynamische Sperre“, die einen Computer sichert, sobald sich ein gekoppeltes Bluetooth-Gerät außerhalb der Reichweite befindet. Obwohl dies ein eher automatisierter Ansatz ist, basiert er stark auf der Näherungserkennung und der Bluetooth-Funktionalität. Die Remote-Sperre von „Link zu Windows“ hingegen ist eine direkte, vom Benutzer initiierte Aktion, die in Szenarien, in denen die dynamische Sperre nicht wie erwartet funktioniert, vorzuziehen sein kann.

Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass eine Funktion zum Entsperren aus der Ferne fehlt. Das Entsperren eines Systems erfordert eine Verifizierung, an der Microsoft offenbar festhält. Zwar kann das Sperren erfolgen, ohne die Benutzerdaten preiszugeben, doch das Entsperren aus der Ferne birgt erhebliche Sicherheitsrisiken.

Dateifreigabe und Aktivitätsüberwachung

Der neue Bereich „Letzte Aktivitäten“ bietet Nutzern eine Übersicht über die Interaktionen zwischen ihren Geräten, einschließlich:

  • Dateien werden in beide Richtungen übertragen.
  • Geteilte Fotos.
  • Text, der zwischen Geräten kopiert wurde.

Dieser Abschnitt dient als vereinfachte Historie, aber nicht als vollständiges Protokoll. Derzeit liegen keine Informationen darüber vor, wie lange die Daten verfügbar bleiben oder ob Benutzer diese Historie manuell löschen können.

Die überarbeiteten Funktionen ermöglichen es den Benutzern, Dateien nahtlos von ihrem Telefon auf ihren PC zu übertragen, analog zu den bestehenden Verfahren für PC-zu-Telefon-Übertragungen, ohne auf Dienste von Drittanbietern oder Cloud-basierte Lösungen zurückgreifen zu müssen, sofern beide Geräte ordnungsgemäß miteinander verbunden sind.

Schritte zur Nutzung der neuen Funktionen

Um die neuesten Funktionen nutzen zu können, sollten Benutzer sicherstellen, dass sowohl ihr Mobilgerät als auch ihr PC über die neuesten Updates verfügen.

So aktivieren Sie die Fernsperrung des PCs von einem Android-Gerät aus:

  1. Aktualisieren Sie die Link to Windows-App über Google Play.
  2. Überprüfen Sie, ob Phone Link auf dem Windows 11-PC installiert und auf dem neuesten Stand ist.
  3. Verbinden Sie Telefon und PC, falls diese noch nicht gekoppelt sind.
  4. Greifen Sie auf Link zu Windows auf Ihrem Android-Gerät zu und suchen Sie die Option „PC sperren“.

Wenn die Schaltfläche „PC sperren“ nicht sichtbar ist, kann dies daran liegen, dass das Update auf Ihrem Gerät noch nicht verfügbar ist oder die Verbindung zurückgesetzt werden muss.

Für Benutzer, die ihren PC häufig unbeaufsichtigt lassen, empfiehlt es sich, auch die dynamische Sperrfunktion von Windows 11 zu erkunden, die die manuelle Sperrfunktion der neuen Funktion ergänzen könnte.

Einschränkungen und Unsicherheiten

Microsoft hat kein detailliertes Änderungsprotokoll für die jüngsten Updates von „Link to Windows“ veröffentlicht, was zu Unklarheiten hinsichtlich des genauen Zeitpunkts der Funktionsverfügbarkeit führt. Bestimmte Funktionen wurden möglicherweise bereits serverseitig vor dem Rollout am 8. Dezember aktiviert.

Derzeit ist keine Fernentsperrung geplant. Die Funktionen von „Link zu Windows“ sind ausschließlich für Sperrzwecke vorgesehen, und Microsoft hat keine Absicht geäußert, diese Funktionalität zu erweitern.

Während der Abschnitt „Letzte Aktivitäten“ wertvolle Einblicke in die Interaktionen mit dem Gerät bietet, gibt es nach wie vor keine dokumentierte Methode, diesen Verlauf separat zu verwalten oder zu deaktivieren.

Quellen & Bilder

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