10 ressourcenschonende Alternativen zu ressourcenintensiven modernen Windows-Apps, die ich verwende

Moderne Windows-Anwendungen können mit der Zeit übermäßig viele Ressourcen verbrauchen und dadurch die Leistung des Computers beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es ressourcenschonende Alternativen von Drittanbietern, die deutlich effizienter sind. Durch die Verwendung dieser Alternativen können Nutzer den Ressourcenverbrauch erheblich reduzieren, was zu kürzeren Ladezeiten und einem insgesamt verbesserten Nutzungserlebnis führt.

Bewertung der Anwendungsressourcennutzung

Bevor wir uns die Liste der empfohlenen Anwendungen ansehen, ist es wichtig zu verstehen, wie man deren Ressourcennutzung effektiv beurteilt. Die Registerkarte „Prozesse “ im Task-Manager bietet einen Überblick, zeigt aber hauptsächlich zwei verschiedene Arten der Speichernutzung an:

  • Arbeitsspeicher: Dieser Wert repräsentiert den von einer Anwendung belegten Arbeitsspeicher (RAM), wie im Tab „Prozesse“ angezeigt. Wenn eine Anwendung minimiert wird, kann das System ihre Daten vorübergehend in die Auslagerungsdatei oder die Liste der geänderten Seiten verschieben, um Arbeitsspeicher zu sparen. Diese Betrachtungsweise ist jedoch nur ein kleiner Ausschnitt des Problems.
  • Speicherreservierung: Dies bezeichnet den gesamten Speicher, den das Betriebssystem für eine Anwendung reserviert hat und der somit von anderen Anwendungen nicht genutzt werden kann. Um diese Information anzuzeigen, wechseln Sie im Task-Manager zum Tab „Details“, wählen Sie im Kontextmenü (Rechtsklick) die Option „Speicherreservierung“ aus oder verwenden Sie erweiterte Tools wie SysGauge für detailliertere Einblicke.

Bei diesen Vergleichen liegt der Fokus auf der Commit-Größe, da eine zu große Gesamt-Commit-Größe von Anwendungen zu Leistungsproblemen führen kann, selbst wenn der Task-Manager ausreichend Arbeitsspeicher anzeigt. Diese Diskrepanz entsteht durch die Verwendung der Arbeitsspeichermetrik für die Berechnungen.

1.IrfanView als Alternative zu Fotos

Im Vergleich zum Ressourcenverbrauch sticht IrfanView hervor: Es benötigt lediglich 18, 1 MB Arbeitsspeicher, während die Fotos-App bei der Verwaltung desselben Bilddatensatzes 429, 4 MB verbraucht. Zudem verwendet die Fotos-App deutlich mehr Threads und Handles und öffnet oft zwei Instanzen für einen einzigen Vorgang.

Zusätzlich zu seiner geringen Dateigröße bietet IrfanView fortschrittliche Bearbeitungswerkzeuge und Galerieverwaltungsfunktionen wie Farbkorrektur, Schärfung und Stapelumbenennung, was es im Vergleich zur überladenen Fotos-App zu einer umfassenden Alternative macht.

2.VLC über Media Player

Beim Abspielen eines Videos benötigt VLC 141, 1 MB Arbeitsspeicher, im Gegensatz zu den 202, 4 MB des Media Players. Es ist anzumerken, dass der Media Player zusätzlich einen Begleitprozess namens Runtime Broker ausführt, was zu seinem höheren Ressourcenverbrauch beiträgt.

Neben seiner Geschwindigkeit zeichnet sich VLC durch seinen Funktionsumfang aus und unterstützt im Gegensatz zum Media Player eine Vielzahl von Videoformaten ohne zusätzliche Codecs. Dank seiner hervorragenden Untertitelfunktionen und der Möglichkeit, die Audiopegel zu erhöhen, ist er eine leistungsstarke Wahl für die Medienwiedergabe.

3.AIMP statt Media Player

Bei der Wiedergabe einer Audiodatei benötigt AIMP lediglich 29, 9 MB Arbeitsspeicher, im krassen Gegensatz zu den 145 MB des Media Players, die auch den ressourcenintensiven Runtime Broker-Prozess beinhalten.

Die Funktionen von AIMP gehen über die einfache Wiedergabe hinaus und bieten eine robuste Bibliotheksverwaltung sowie integrierte Tools für Dateikonvertierung, Tagging, Cloud-Integration, Radiostreaming und Podcast-Unterstützung.

4.SumatraPDF anstelle von Edge

Selbst nachdem mehrere Hintergrundprozesse in Edge beendet wurden, führte das Öffnen eines PDF-Dokuments zum erneuten Start dieser Prozesse, was die Benutzererfahrung erheblich beeinträchtigte. Der Ressourcenbedarf von Edge ist im Vergleich zu SumatraPDF, das lediglich 54, 1 MB benötigt, enorm.

SumatraPDF ist ein schlanker PDF-Reader, der unnötige Ressourcenbelastungen vermeidet und ein reibungsloses Nutzungserlebnis ohne die umfangreichen Hintergrundaktivitäten bietet, die bei Edge auftraten.

5.Revo Uninstaller anstelle der Systemeinstellungen

Die in Windows 11 integrierte Deinstallationsfunktion über die Einstellungen lädt oft langsam, verbraucht unnötig viele Ressourcen und erkennt installierte Apps mitunter nicht korrekt.Revo Uninstaller bietet im Vergleich dazu eine schnellere und effizientere Alternative.

Revo Uninstaller zeichnet sich dadurch aus, dass es häufig auftretende Probleme in den Systemeinstellungen behebt, eine schnelle Installation ermöglicht und gleichzeitig effektiv Restdateien nach der Deinstallation entfernt.

Der standardmäßige Windows-Datei-Explorer ist aufgrund seiner Abhängigkeit von der Indizierung bei der Suche langsam.Everything hingegen bietet sofortige und detaillierte Suchergebnisse und optimiert so die Dateisuche.

Während die Windows-Suche auf einem Inhaltsindexierungssystem basiert, liest Everything direkt die Mastertabelle des Dateisystems und gewährleistet so ein blitzschnelles und ressourcenschonendes Sucherlebnis – ein unschätzbares Werkzeug für alle, die Dateien schnell wiederfinden müssen.

7.HWiNFO statt Windows-Info

Für Nutzer, die umfassende Spezifikationen ihres PCs suchen, liefert der Menüpunkt Einstellungen -> System -> Info bestenfalls grundlegende Informationen. Für detaillierte technische Einblicke ist HWiNFO die richtige Wahl.

HWiNFO bietet detaillierte Hardware-Spezifikationen, die für Käufer oder Benutzer, die die Spezifikationen ihrer Geräte überprüfen möchten, unerlässlich sind und die Diagnose und Systemüberwachung vereinfachen.

8.WizTree über Windows Storage Manager

Die Verwaltung der Festplattennutzung über den Windows-Speichermanager ist oft umständlich und bietet nicht immer die nötigen Funktionen für eine effiziente Dateiverwaltung. In diesem Fall erweist sich WizTree als unschätzbares Werkzeug zur Ressourcenanalyse.

Obwohl WizTree etwas mehr RAM verbraucht, präsentiert es wichtige Speicherinformationen sofort und verzichtet auf langwierige Navigation. Gleichzeitig bietet es anpassbare Optionen und Datenvisualisierungen, die das Benutzererlebnis verbessern.

9.ShareX als Ersatz für das Snipping Tool

Das Snipping Tool erfüllt zwar seinen Zweck, bietet aber nicht die umfassenden Funktionen, die regelmäßige Screenshot-Nutzer benötigen. Hier kommt ShareX ins Spiel, das das Snipping Tool in puncto Funktionalität deutlich übertrifft.

ShareX benötigt nicht nur weniger Ressourcen, sondern bietet auch fortschrittliche Funktionen wie anpassbare Screenshot-Optionen, leistungsstarke Bearbeitungswerkzeuge und nahtlose Organisationsfunktionen und ist damit ein unverzichtbares Werkzeug für Produktivität.

10.Notepad++ statt Notepad

Während der einfache Editor einst aufgrund seiner Einfachheit sehr beliebt war, haben Microsofts jüngste Updates ihn mit unnötigen Funktionen überladen und seinen ursprünglichen Zweck verwässert.Notepad++ hingegen bleibt schlank und bietet gleichzeitig erweiterte Funktionen.

Notepad++ verbraucht nicht nur wesentlich weniger Speicherplatz, sondern bietet auch wichtige Funktionen wie benutzerdefinierte Designs, ablenkungsfreie Modi und Leistungstipps, um das Schreiberlebnis vollständig zu personalisieren.

Warum Windows-Standard-Apps ressourcenintensiv sind

Moderne Windows-Anwendungen nutzen Frameworks wie UWP und WinUI 3, wodurch zusätzliche Hintergrundprozesse ausgeführt werden. Dies führt aufgrund der erhöhten Komplexität von Prozessen wie dem Runtime Broker zu einem höheren Ressourcenverbrauch. Im Gegensatz dazu kommunizieren die hier beschriebenen traditionellen Win32-Anwendungen direkter mit dem Betriebssystem, wodurch unnötiger Ballast vermieden und eine schnellere Performance ermöglicht wird.

Für Nutzer mit Leistungsproblemen können diese ressourcenschonenden Alternativen zu einem flüssigeren und effizienteren Computererlebnis führen. Entdecken Sie unsere sorgfältig zusammengestellte Liste von Anwendungen, die die Leistung Ihres Windows-Systems verbessern.

Quellen & Bilder