
The Far Side von Gary Larson ist für seinen absurden Humor berüchtigt, in dem oft eine Vielzahl von Tieren im Mittelpunkt stehen – darunter auch Kühe. Diese gewöhnlichen Kreaturen dienen Larson nicht nur als Inspirationsquelle, sondern sorgen auch für eine dunklere Wendung, die zu einem Markenzeichen des Comics geworden ist. Durch Larsons Linse werden Kühe in finsteren Szenarien dargestellt, die ihren normalerweise harmlosen Ruf in Frage stellen.
Tatsächlich könnten die Leser nach der Lektüre dieser Comics die wahre Natur der Kühe (und vielleicht sogar ihres Lieblingsburgers) in Frage stellen. Es ist eine humorvolle Erinnerung für Landwirte: Wachsamkeit ist das A und O, nachdem man The Far Side durchgeblättert hat.
10 „Das Cowboy-Wachsmuseum“
23. August 1994

In diesem einzigartigen Wachsmuseum, das den Cowboys gewidmet ist, werden die Besucher Zeuge einer exzentrischen Ausstellung: einer Gruppe von Rindern, die an der fiktiven „großen Stampede der Stollen“ teilnehmen. Der Humor liegt in der Absurdität – Kühe, die mit Stollen ausgestattet sind, erzeugen ein komisches, wenn auch chaotisches Bild, das Larsons Abkehr von der Realität unterstreicht. Während eine Stampede bei den Viehzüchtern verheerende Schäden anrichten kann, wird die Torheit durch die Kuhstollen noch verstärkt.
Doch der Gesichtsausdruck der Kühe in dieser Ausstellung lässt vermuten, dass sie das Chaos genießen. Damit wird die Bühne für noch düsterere Komik in der nächsten Ausstellung mit dem Titel „Schafzüchter aus der Hölle“ bereitet.
9 „Sein Ohr“
10. Januar 1980

Stierkämpfe bergen erhebliche Gefahren, und dieser Far Side-Comic verdeutlicht dieses Risiko, indem er hinterhältige Stiere einbezieht. In einer Wendung weist ein Stier einen anderen an, „dem Stierkämpfer das Ohr zu entreißen“.Dieses clevere Szenario lässt auf eine verschwörerische Denkweise unter Stieren schließen und lässt das Publikum die Fügsamkeit, die Rindern normalerweise zugeschrieben wird, überdenken.
Es wird klar, dass diese Stiere nicht bloß Tiere, sondern strategische Spieler in einem tödlichen Spiel sind – eine Erkenntnis, die jedem Matador einen Schauer über den Rücken laufen lassen könnte.
8 „Ich habe eins!“
19. Februar 1982

Rodeo-Clowns dienen traditionell dazu, die Bullen abzulenken, doch Larson verleiht diesem Szenario einen schwarzen Humor. Ein Bulle hat einen Clown gefangen und verkündet stolz: „Ich habe einen!“ Der verängstigte Gesichtsausdruck des Clowns steht in krassem Gegensatz zum Triumph des Bullen und dient als deutliche Erinnerung an die Gefahren, denen diese Clowns in der Arena ausgesetzt sind.
Diese spielerische Variante der Rodeo-Possen bringt dem Publikum die Risiken dieses unkonventionellen Berufs nahe, während der Bulle seinen Moment des Ruhms inmitten des Chaos genießt.
7 „Agent 6373“
13. März 1980

Es scheint, dass die Geschichte vor Larsons verzerrten Darstellungen nicht sicher ist. Dieser Comic zeigt zwei Kühe, die Chicago in Flammen stehen sehen und behaupten, Agent 6373 habe eine Mission erfolgreich erfüllt – die Zerstörung der Stadt. Diese humorvolle Interpretation bezieht sich auf den Großen Brand von Chicago im Jahr 1871 und legt auf herrlich verdrehte Weise nahe, dass die Kühe hinter der Katastrophe steckten.
Mit einer satirischen Anspielung geht Larson an die Grenzen historischer Tragödien und lädt die Leser zum Schmunzeln ein, während sie über die unerwartete Böswilligkeit der Kühe nachdenken.
6 „Das Ende“
28. Oktober 1988

Larsons Comic reflektiert seine eigenen Werke und zeigt Kühe mit Werkzeugen, die bereit sind, sich an ihrem Schöpfer für ihre ungünstige Darstellung in „Cow Tools“ zu rächen. Dieser selbstreflektierende Humor zeigt Larsons Talent, sich über sich selbst lustig zu machen, während er die zunehmende Frustration der Kühe illustriert.
Ein humorvoller Cameo-Auftritt von Nancy, einer Figur aus einem anderen Comic, verleiht diesem metatextuellen Stück eine weitere Tiefenebene und erinnert die Leser an die Vernetzung der Comic-Welten.
5 „Auf hoher See“
8. Juli 1985

Im Meer gestrandet, findet sich ein unerwartetes Paar – ein Mann und eine Kuh – in einer trostlosen Situation an Bord eines Rettungsboots wieder. Beide sind ausgezehrt vom Hunger und ihre Gedanken verraten ihre Überlebensinstinkte: Der Mann stellt sich ein saftiges Steak vor, während die Kuh sich den Menschen als ein Festmahl aus Grünzeug vorstellt. Diese humorvolle und doch makabre Umkehrung der Erwartungen veranlasst die Leser, über die Urinstinkte nachzudenken, die selbst in schlimmen Situationen im Spiel sind.
Es handelt sich um eine seltene Darstellung einer Kuh, die in nautische Missgeschicke verwickelt ist, und zwar eine Art klassischer Schiffswrack-Darstellung.
4 „Wir haben ein Leck entdeckt“
2. März 1981

In diesem Szenario entdeckt eine Gruppe Kühe, dass sie einen Maulwurf in ihren Reihen haben – keinen echten Maulwurf, sondern einen Spion, der offensichtlich als Kuh verkleidet ist, was zu einem komischen Aufruhr unter den Rinderrebellen führt. Die Andeutung einer Revolution ist stark und lässt die Leser über die Beweggründe der Kühe nachdenken, die mit Verrat in ihren Reihen konfrontiert werden.
Was den Humor noch steigert, ist die unheilvolle Andeutung, dass dem Spion eine Pattsituation bevorsteht, dessen Schicksal inmitten der wütenden Kuhherde auf dem Spiel steht.
3 „Ihre Rache war zu Ende“
7. Januar 1992

In einer Szene poetischer Gerechtigkeit nähert sich eine Gruppe aufgeregter Kühe ihrem Bauern mit einem Melkautomaten in der Hand, was den tragischen Ausgang ihrer Misshandlung widerspiegelt. Die Beschreibung des Tatorts als „grausig, aber seltsam komisch“ verleiht dem Streben der Kühe nach Vergeltung an Bauer Macdougal eine gewisse Absurdität.
Diese Enthüllung fordert die Leser auf, die Komplexität der Mensch-Tier-Beziehungen zu bedenken und könnte dazu führen, dass sie ihren Milchkonsum überdenken.
2 „Kuh-Dokumentarfilme“
1987

Dieser Comic, der Hai-Dokumentationen nachahmt, präsentiert ein humorvolles Bild: Ein Filmemacher wird in eine Herde Kühe hinabgelassen, eingezäunt in einem Schutzkäfig. Die Umkehrung der typischen Tierdokumentation wirft Fragen über die vermeintliche Unschuld der Kühe auf und legt nahe, dass sie möglicherweise unterschwellige Gefahren verkörpern, die dem Menschen unbekannt sind.
Die Absurdität steht im Einklang mit Larsons Vorliebe, Erwartungen auf den Kopf zu stellen, und bietet den Lesern eine herrliche Portion Humor.
1 „Bauer Brown erstarrte“
12. Februar 1986

Dieser Comic betont Larsons typischen morbiden Humor und zeigt zwei Kühe, die in einer kompromittierenden Situation über die verschiedenen „Schläge“ ihres Besitzers diskutieren. Der Moment ist voller Spannung, als Bauer Brown hereinplatzt und zu einem urkomischen, peinlichen Wortwechsel mit potenziell tödlichen Folgen für den Bauern führt.
Während Kühe im Allgemeinen als sanfte Wesen gelten, stellt „The Far Side“ diese Vorstellung in Frage und steigert die Spannung und Absurdität der Begegnung zwischen den Arten.
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